Agusa – Agusa

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(43:46, CD, The Laser’s Edge, 2017)
Namenloses Album klingt ja erst mal nach Debüt, ist es aber mitnichten. Denn die schwedische Formation Agusa hat bereits zwei weitere Alben vorgelegt und ihr 2015er Werk „Två“ wurde bereits an dieser Stelle mit den immer noch passenden Worten „Krautiger bis folkiger PsychProg“ prächtig umschrieben.

Musikalisch farbenfroh und spielerisch gut gelaunt vernimmt man auf dem jetzigen Longplayer wieder jede Menge Flötentöne (Jenny Puertas), Fuzz Gitarre (Mikael Ödesjö), Georgel (Jeppe Juul), treibende Rhythmik (Tobias Pettersson & Tim Wallander) und vor allem lässiges Retro-Flair.

Der instrumentale Fünfer aus Malmö scheint irgendwo in einer ganz anderen Zeitschleife bzw. Paralleluniversum gefangen zu sein und nicht von ungefähr nennt sich dann auch ein Titel ganz passend ‚Sorgenfri‘. Doch zwischen leicht jammigen Psychedelic, Krautrock, Progressive Rock und Folk erkennt man ebenso das spielerische Potenzial der Band, die eben nicht einfach ziellos und zugedröhnt drauf losmusiziert, sondern mal dezent und unaufdringlich, gleichzeitig vor allem sehr dynamisch und organisch ihre musikalischen Botschaften transportiert.

Die fünf Tracks brechen immer wieder zu ausufernden Instrumentalexkursionen auf, verlieren sich aber trotz ausgiebiger Soloparts niemals in Selbstgefälligkeit. Immer wieder kehrt die Band zu einem gemeinsamen Musizieren zurück, gelingt ein steter, einfallsreicher Fluss an Ideen. Neben der CD-Ausgabe wird Laser’s Edge das Album ebenfalls als LP veröffentlichen.
Bewertung: 11/15 Punkten (WE 11, GH 11, KR 11, KS 11)

Agusa (Foto: Band)

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Über den Autor

Kristian Selm

Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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Agusa – Agusa

von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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