Pantaleon – Virus

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(54:10, CD, /SAOL/H’Art, 2017)
Mit „Virus“ veröffentlicht die Kölner Band Pantaleon ihren ersten Longplayer. Der titelgebende Opener legt gleich mächtig los und gibt die weitere Marschrichtung vor: Anspruchsvolle Rhythmusarbeit ergänzt sich perfekt mit breit angelegten Gitarrenriffs und melodischem Gesang. Dazu gesellen sich Keyboard- und Streicherarrangements, auch wenn diese hier und da etwas zu dick auftragen.

Wie so oft im Progmetal muss man dabei, ob gewollt oder nicht, an die Überväter Dream Theater denken, die zumindest hier und da Pate gestanden haben dürften. Im Verlauf der knapp 55 Minuten verliert sich der Eindruck glücklicherweise ein wenig, und man bekommt fast nostagischen Powermetal geboten, der einen selig an Bands aus den 80ern und frühen 90ern denken lässt. Dies hat gewissen Charme, allerdings übertreibt es Sänger Patrick Sühl etwas zu oft mit eigenwilligen Einlagen, die man so nicht mehr unbedingt hören mag. Übrigens hat die Band kurz nach Release von „Virus“ mit Till Sauer einen neuen Sänger vorgestellt. Von dessen Qualitäten wird man sich bei einem Konzert oder auf dem nächsten Studiowerk überzeugen müsssen.

Trotz aller Härte verlieren Pantaleon nie das Gespür für Melodien und halten den Hörer auch bei den längeren Tracks durch immer wieder neue Einfälle bei Laune. So vergeht die Spieldauer recht flott, und man ist geneigt, auf Repeat zu drücken. In Summe legt die Band einen sauber produzierten und abwechslungsreichen Erstling hin, dem allerdings hier und da etwas weniger Pathos gut zu Gesicht gestanden hättte.
Bewertung: 10/15 Punkten (HK 10, KR 10)

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Über den Autor

Henrik Kropp

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Pantaleon – Virus

von Henrik Kropp Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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