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    Du bist hier:Home»Reviews»Patchwork Cacophony - Five Of Cups

    Patchwork Cacophony - Five Of Cups

    0
    By Philipp Roettgers on 10. März 2017 Reviews

    (67:19, CD, Eigenveröffentlichung, 2016)
    Patchwork Cacophony ist das Soloprojekt des Keyboarders Ben Bell, der sonst bei Fusion Orchestra 2 und Gandalf's Fist die Tasten bedient. 2014 brachte er als Patchwork Cacophony ein gleichnamiges Album heraus, das bereits Beachtung und Anerkennung erntete. "Five Of Cups" folgt nun dessen Fußstapfen.

    Das Keyboard ist natürlich allgegenwärtig, doch Bell ist auch ein Multiinstrumtentalist, der sämtliche anderen Instrumente eingespielt hat (und zum Glück auch beherrscht). Als Gastmusiker treten Emily Bell (mit Backgroundgesang auf 'Every Day'), Tim Hall (Gitarren auf 'Are You Sitting Comfortably?' und 'Brand New Day') und Marcus Taylor (Gitarren auf 'Maybe') in Erscheinung. 'Are You Sitting Comfortably?' heißt der als atmosphärische Ouvertüre dienende erste Titel. Das Album läuft auch weiter, wenn man es nicht tut, aber ein bequemer Sessel für die Märchenstunde ist schon angebracht. Die bekommen wir jetzt nämlich über den vier Lieder dauernden Zyklus 'Fairytale'. Das Artwork nimmt diese Thematik in schönster Weise auf und ist voller den Text begleitende Illustrationen, die das Gesamtpaket sehr rund wirken lassen.

    Nach dem Opener folgt mit 'Once Upon A Time' (man merkt, das Märchen beginnt ...) der erste richtige Song. Erster positiver Eindruck: richtige Instrumente! Oft hat man bei Solo-Outputs mancher Keyboarder oder Gitarristen ja eher Instrumente aus der Konserve im Hintergrund. Nicht so hier, und das trägt ungemein zur Atmosphäre bei. Zweiter Eindruck: Herr Bell kann auch singen, und das gar nicht schlecht. Weiterer Pluspunkt und eine weitere Hürde, die genommen wurde, und die schon manchen Rezensenten zur Verzweiflung getrieben hat. Dominant natürlich die Keyboards, und 'The Wonder Of It All' ist ein groovendes Fest aus Klavier- und Keyboardpassagen. Bei so etwas kommen natürlich unweigerlich die großen Heroen in den Sinn. Nennen muss man sie hier aber nicht mehr. Ernster werden sowohl die textlichen als auch musikalischen Töne in 'Life Is Not A Fairytale', das Themen wie die Gesangslinie aus dem zweiten Song aufgreift. Damit ist die Suite auch schon vorbei und es geht mit dem Rest des Albums weiter, der aus voneinander unabhängigen Songs besteht.

    'Choices' treibt alles voran und kommt teilweise ein wenig wie Supertramp daher (ein Einfluss, den man auf der gesamten Scheibe öfter hört). Thema: Wir müssen mit unseren Entscheidungen leben. Aus den nächsten Songs Highlights herauszupicken, fällt auf Grund des hohen Standards sehr schwer. 'Maybe' sticht aus der tollen Keyboardarbeit durch Marcus Taylors dominierende Gitarrenarbeit heraus. 'Every Day' hat nichts mit Steve Hacketts gleichnamigen Song zu tun, steht ihm aber qualitativ in Nichts nach. Den Abschluss macht der über zwölf Minuten lange Knaller 'Brand New Day', bei dem Tim Hall mit seinem Gitarrensolo glänzen darf.

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    Natürlich sind fast 70 Minuten geballte Prog-Power manchmal ein wenig schwer auf einmal zu verdauen, und dieses Album verdient definitiv mehrere Durchläufe. Doch bereits der erste Eindruck ist absolut positiv. Wir freuen uns auf mehr Musik aus dem Hause Ben Bell!
    Bewertung: 12/15 Punkten (KR 12, PR 12)

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    Ben Bell CD Eigenveröffentlichung Emily Bell England Fusion Orchestra 2 Gandalf's Fist Keyboards Konzeptalbum Marcus Taylor Patchwork Cacophony Progressive Rock Soloalbum Tim Hall
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    Philipp Roettgers

    “Journalism is a low trade and a habit worse than heroin, a strange seedy world of misfits and drunkards and failures.” - Hunter S. Thompson. “Art is long and life is short, and success is very far off.” - J. Conrad

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