Fractal Mirror – Garden Of Ghosts

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Fractal-Mirror-Garden-Of-Ghosts-Cover(61:26, CD, Third Contact/Just For Kicks, 2015)
Die Musik von Fractal Mirror klingt von den ersten Takten an merkwürdig – und angenehm! – vertraut. Am dem Schreiber gar nicht vorliegenden Debüt „Strange Attractors“ kann das nicht liegen. An den Mitwirkenden Ed van Haagen, Loe Koperdraat und Frank L. Urbaniak eigentlich auch nicht… Dann also weiter geforscht: Produktion, ein Teil des Mixes und Gitarren- und einige Gesangsparts stammen von Brett Kull (Echolyn), das Mastering, sowie diverse Keyboard-Beiträge auf „Stars“ von Larry Fast (u.a. Peter Gabriel, Synergy), auf dessen Label Third Contact sie auch veröffentlichen. Hm… Laut Danksagungen im Booklet verdankt die Band ihre jetzige Besetzung der Facebook Page von Big Big Train – das ist natürlich wirklich schön, aber auch das vermag diesen wiedererkennenden Wohlfühleffekt noch nicht zu erklären. Aber das hier kann’s: Die Label Info erläutert freundlicherweise, dass sich das Kern-Trio bereits in den Achtzigern von David Sylvian und Japan inspiriert fühlte. Bingo! Leos Vortrag erinnert mal vage, mal sehr (‚The Phoenix‘) an Sylvians aparten Sprechgesang, ein wenig auch an den von Tom Verlaine – und die keyboardlastige, vielschichtige und sorgfältig arrangierte Musik erledigt den Rest. Was dabei herauskommt, ist andernorts nachvollziehbarerweise „New Wave/Prog“ genannt worden. Beim bombastisch-schönen ‚Stars‘ kommt sogar ein ganzer Chor zum Einsatz. PS: Ohnehin ein sehr empfehlenswertes Album, aber nahezu unverzichtbar für unsere Anonymen Mellotroniker.
Bewertung: 12/15 Punkten (JM 10, KR 12, KS 10)

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Über den Autor

Klaus Reckert

"everything happy, and progressive, and occupied" K. Grahame, The Wind In The Willows

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Fractal Mirror – Garden Of Ghosts

von Klaus Reckert Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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