Instrumental • Retro Prog • Psychedelia • Chamber Folk • Jazz
(42:15; Digital; Eigenveröffentlichung; 02.05.2025)
Die Russen von Vespero sind innerhalb des Psychedelic Rock seit Jahren ein Garant für fantasievoll progressiven Sound, der keine Scheuklappen kennt, immer gut produziert daher kommt und gerne mal World Music, Folk, Klassik und Jazz in den groovig instrumentalen Sound integriert.
Jedes ihrer Alben ist empfehlenswert und mit dem Sci-Fi-Konzept um den fiktiven Autor Kilgore Trout hat man ganz passend dazu den thematischen Überbau zum kosmisch-jazzigen Space Rock. Mit allerhand Vintage-Synths taucht man in die sphärischen Welten des Seventies Kraut-/Prog-/Ambient-Œuvre ein – balanciert zwischen luftig-leichtem Groove und verspielten, immer etwas experimentellen Ideen.
Atmosphärisch, voller suggestiver Bilder, projiziert man interstellare Szenarien mit den stets instrumental kosmischen Elementen ('Dream- A Memory of Edward Artemiev') – trippig und jazzig galoppierende Drum-Grooves mit Unterstützung fordernder Violinen in 'Milky Seas' werden mit schwebenden Harmonien gekoppelt. So flimmert, flirrt und treibt alles melodiös-farbenfroh und munter vor sich hin – der Kreativität sind wahrlich keine Grenzen gesetzt. Viele kürzere Stücke sind es diesmal, welche konzeptionell ineinander verflochten ein großes Ganzes ergeben.
'Robot Dervishes' ist ein Träumchen zwischen Tribal, Kraut und Space – '3069' ist jazziger Folk Prog, lässig, trotzdem irgendwie Weltraum-Musik und ab damit..
Streicher, Synths, Mandoline, Saxophon und oftmals fast Klassik-affine Orchester-Arrangements wissen spielerisch mit diesem immer wieder mal sehr aufgedrehten Kraut- und Progressive Rock zu fusionieren, dass es einfach Freude bereitet beim zuhören.
Das feierliche, russisch-wehmütige Melodien-Korsett weben die Musiker mit handwerklich-spielerischer Klasse und einer fast sorglosen Leichtigkeit in den kreativen Vintage Rock, dass einfach nie die Gefahr besteht, dass hier jemals Langeweile aufkommen könnte. Jeder Song lebt von verschiedensten kompositorischen Ideen und Details, einem Füllhorn an Instrumenten und für Freunde des kosmischen Retro Rock bietet "Lost Stories.." somit einige Entdeckungen und Überraschungen.
Bewertung: 12/15 Punkten
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Besetzung:
• Ivan Fedotov – drums, percussion, wavedrum
• Arkady Fedotov – bass, noises, synths, sampler, recorder
• Alexander Kuzovlev – guitars, saz, mandoline
• Vitaly Borodin – violin, synths
Gastmusiker:
• Alexey Esin - tenor sax, soprano sax, flute • Name - Instrument
• Vladimir Ryabinin - acoustic guitar (5)
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Abbildungen: Vespero/Bandcamp

