Cinematic Progressive Rock • Elektronik • Experimental
(44:59; Digital; Our Days Are Numbered Records; 14.03.2026)
Ein voller Sound: Man wähnt sich in einem Studio-Fuhrpark aus Synthesizern, Kabeln und allerhand Retro-Instrumenten, zurück in die Siebziger gebeamt. Trotzdem klingt die ganze Geschichte hier nicht nach reiner Retro-Manie; dafür sind die Sounds mit all ihren elektronisch-experimentellen Anwandlungen gleichermaßen im Hier und Jetzt verankert.
Das Projekt des Amis John Piatkowski gibt sich dem instrumentalen Flow hin und lässt sich treiben zwischen Prog, oldschooliger Elektronik und allerhand groovigen Synth-Rhythmen. Fünf lange Stücke: kosmisch, elegisch, aber auch fordernd, vorsichtig dissonant und jederzeit um Aufmerksamkeit haschend.
Zur reinen Hintergrundspielerei verkommt der instrumentale Sound keine Sekunde, immer wieder perlen die dick aufgetragenen Synths mit Schmackes – groovige Synth-Rock-Kapriolen pushen sich permanent nach vorne.
Soundtrackartiges Retro-Melodic, frühe 70er-Referenzen und eine omnipräsente, leicht verträumte Melancholie schwingen immerzu mit. Die Farben bleiben stets hell, die Grooves und Melodien wollen Licht und Energie transportieren. Ein Song wie 'Forgot And Never Brought To Mind' bekommt dreizehn Minuten, ist quirlig, verspielt und maximal offensiv mit seiner Abwechslung und Catchyness. 'Decade Of The Pharaoh' nutzt dicke orchestrale Flächen, taucht tief in kosmische Bilderfluten ein, hat aber auch diese optimistischen Arrangements und Melodien, die den Hörer angenehm in Traumzustände katapultieren.
Diese Space Rock-Attitüde ist schwer Vintage, etwas frühe Porcupine Tree in der damalig experimentell elektronischen Ausrichtung finde ich als Echo in den Harmonien wieder – man bleibt hier aber wesentlich synthetischer. Episch, maximal elektronisch, mit dominanten Drums/Percussion ist immer Bewegung im Sound, reine Ambient-Inseln finden sich trotz der synthetischen Gangart eher selten. Im melancholisch, sehnsüchtigen 'Don' finde ich meinen Favoriten. Das Stück ist mein absoluter Favorit, treffen sich Moog, Klaus Schulze und richtig schöne Melodik holt mich hier maximal ab.
Diese Space-Rock-Attitüde ist schwer Vintage; etwas frühe Porcupine Tree in der damaligen experimentell-elektronischen Ausrichtung finde ich als Echo in den Harmonien wieder – man bleibt hier aber wesentlich synthetischer. Episch, maximal elektronisch, mit dominanten Drums/Percussion ist immer Bewegung im Sound; reine Ambient-Inseln finden sich trotz der synthetischen Gangart eher selten. Im melancholisch-sehnsüchtigen 'Don' entdecke ich meinen Favoriten: Das Stück ist mein absoluter Höhepunkt, treffen sich Moog, Klaus Schulze und richtig schöne Melodik, holt mich hier maximal ab.
Für Freunde des elektronisch und wohlmeinend symphonischen Progressive Synth-Rock – der mit viel Lust auf sphärisch-kreative Sound-Spielereien setzt – kann "Arcadian Gardens" mit seiner Opulenz verzückende Momente verschaffen.
Bewertung: 10/15 Punkten
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Besetzung:
• John Piatkowski: Keyboards, Bass, Drums, Percussion, Guitar
• Colin Ryan: Drums, Percussion
• Rey Rivera: Birds
Surftipps:
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Abbildungen: Tackless/Bandcamp

