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    Du bist hier:Home»Reviews»Supertramp - Live In Paris '79

    Supertramp - Live In Paris '79

    1
    By Elke Thamm on 28. Februar 2025 Reviews

    Supertramp - Live In Paris '79 (UMG, 28.02.2025) COVER(42:39, CD, Digital, Vinyl; Universal Music, 28.02.2025)
    Supertramp, ja her damit. Seit meinen Teeniejahren bin ich Fangirl. "Breakfast in America" war mein erster Kontakt mit Supertramp und seitdem besitze ich die komplette Diskographie rückwirkend (wer die Alben davor nicht kennt, sollte sich die unbedingt anhören! Was älter, was proggiger) und alles was danach kam. Supertramp ist Teil meiner DNA und daher freue ich mich über diese Doppel-CD / Dreifach-LP mit insgesamt sechs weiteren Live-Songs (in der Track List unten markiert) von dem Paris-Konzert 1979.

    Nur zur Erinnerung: das "Live in Paris"-Konzert waren eigentlich vier Shows (29. und 30.11., 1. und 2.12.1979). Das Konzert vom 01.12.79 wurde als Film aufgenommen und diese Neuveröffentlichung ist nun sozusagen der komplette Soundtrack dieses (rechtlich umstrittenen - siehe dazu den Wikipedia-Eintrag) des Films. Das original Live-Album "Paris" basiert auf den Mitschnitten der beiden November-Konzerte, wohingegen nun dieses neue Album die Dezember-Mitschnitte erklingen lässt.

    Und ja, auch wenn ich bekennendes Fangirl bin, ich habe jetzt nicht versucht, Unterschiede in den Performances der einzelnen Songs zu finden, habe allerdings eine erstaunliche Erkenntnis gewonnen: Die Original-LP von 1980 klingt soundtechnisch auf der zugegeben recht audiophilen Anlage daheim noch immer besser als die neue CD. Vielleicht gäbe es keinen Unterschied von LP zu LP, aber ich hatte nun mal nur die neue CD vorliegen. Das sollte den Hörgenuss aber keinesfalls schmälern, denn es ist Supertramp live in Paris mit sechs zusätzlichen Songs. Yeah!

    Hier noch ein paar Zahlen zu Supertramp: gegründet 1969/70 in London kam der internationale Durchbruch mit dem Album "Crime of the Century" (1974), gefolgt von "Crisis? What Crisis?" (1975) und "Even in the Quietest Moments" (1977). 1979 dann wurde das Album "Breakfast in America" (mittlerweile war die Band in Los Angeles ansässig) veröffentlicht und bis heute über 20 Millionen Mal verkauft, räumte Grammies ab und hielt sich wochenlang in weltweit vielen Billboard Charts.

    In der anschließenden Schaffenspause ging die Band auf eine zehnmonatige Tournee mit über 127 Konzerten in den USA, Kanada und Europa. Setlist dieser Tournee, bei der in vielen Städten bis zu vier Konzerte hintereinander gespielt wurden, weil die Ticketnachfrage so groß war, waren Titel der vier genannten Alben und Paris war eine der letzten Stationen. Die Franzosen feierten die Band frenetisch, was diese Aufnahme auch wiedergibt. Ich liebe es, dieses herrlich englische Französisch von Roger Hodgson zu hören, wenn er sein Frühstück beschreibt. Haltet ein Croissant bereit, liebe Hörer.

    Nach der Tournee machte Supertramp eine Pause und es wurde zunehmend schwieriger zwischen Hodgson und Davies, aber das ist eine andere Geschichte. Der Zeitraum zwischen 1974 und 1983 wird die klassische Phase genannt und wurde schließlich mit dem letzten gemeinsamen Album "…Famous Last Words" (1982) beendet.
    Im Rahmen meiner Recherchen habe ich viel geschmunzelt, als ich von den Filmaufnahmen des Konzerts las, die in einem Kuhstall des Drummers bis 2006 vor sich hin rotteten und nach der Entdeckung von mehreren Spezialfirmen mühsam restauriert wurden, um 2012 dann als DVD veröffentlicht zu werden. Kuhdung. Hat was.

    Fazit zu dieser Neuauflage: Für Hardcore-Fans ein Muss, schließlich sind sechs Livesongs drauf, die es bisher auf Tonträgern nicht gab – ich denke noch immer über Kuhmist nach und wo denn nun diese Aufnahmen herkommen. Für Supertramp-Neulinge und -Interessierte: Unbedingt kaufen. Hier gibt es Supertramp auf dem Höhepunkt ihres Schaffens (in der klassischen Phase), alles in einem Hördurchgang.
    Ohne Bewertung


    Tracklist:
    CD 1:
    1. School 5:54
    2. Ain’t Nobody But Me 5:12
    3. The Logical Song 3:43
    4. Goodbye Stranger 5:58 - (neu)
    5. Breakfast In America 3:45
    6. Bloody Well Right 6:14
    7. Hide In Your Shell 6:58
    8. From Now On 6:53
    9. Child Of Vision 7:27 - (neu)
    10. Even In The Quietest Moments 4:50 - (neu)
    11. You Started Laughing (When I Held You In My Arms) 3:55
    CD 2:
    1. A Soapbox Opera 5:02
    2. Asylum 6:57
    3. Downstream 3:27 - (neu)
    4. Give A Little Bit 4:25 - (neu)
    5. Dreamer 3:27
    6. Rudy 7:00
    7. Take The Long Way Home 4:38
    8. Another Man’s Woman 7:26 - (neu)
    9. Fool’s Overture 10:59
    10. Two Of Us 1:50
    11. Crime of the Century 6:01

    3LP TRACK LISTING
    SIDE A
    School
    Ain’t Nobody But Me
    The Logical Song
    Goodbye Stranger
    SIDE B
    Breakfast In America
    Bloody Well Right
    Hide In Your Shell
    From Now On
    SIDE C
    Child Of Vision
    Even In The Quietest Moments
    You Started Laughing (When I Held You In My Arms)
    A Soapbox Opera
    SIDE D
    Asylum
    Downstream
    Give A Little Bit
    Dreamer
    SIDE E
    Rudy
    Take The Long Way Home
    Another Man’s Woman
    SIDE F
    Fool’s Overture
    Two Of Us
    Crime of the Century

    Line-up:
    Rick Davies - Singer/Songwriter, Keyboarder
    Roger Hodgson - Singer/Songwriter, Gitarrist, Keyboarder
    John Helliwell - Saxophonist, weitere Holzblasinstrumente, Gesang, Keyboarder
    Dougie Thomson - Bassist
    Bob Siebenberg - Schlagzeuger

    Surftipps zu Supertramp:
    Da gibt‘s nicht so viel, die Band in dieser Besetzung hat schließlich aufgehört, bevor das Internet so richtig da war. Daher hier nur Streaming links und eine kuriose Homepage, die seit 2015 liebevoll weiter ihr Copyright pflegt.
    Homepage von 2015
    Apple Music
    Amazon Music
    Spotify

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    2 CD 3 LP Bob Siebenberg Breakfast in America CD Crime of the century Dougie Thomson John Helliwell Kuhmist Live in Paris Rick Davies Roger Hodgson Supertramp Vinyl crisis what crisis even in the quietest moments
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    Elke Thamm

    Als angehende Seniorin dem Prog schon lange verbunden und regelmäßig auf den Progfestivals in und um Deutschland zu finden, ist der Status meiner Prog-Beziehung heute "eher frustriert". Daher bin ich eine Suchende in den Paralleluniversen von Jazz und zeitgenössischer klassischer Musik. Hauptsache, es ist Musik die bewegt, mit Ecken und Kanten und vor allem nicht leicht konsumierbar. Selbst aktive Musikerin in verschiedenen Sinfonischen Blasorchestern und kammermusikalischen Gruppierungen (Fagott)

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    1 Kommentar

    1. Andy Simon on 4. September 2025 17:06

      Nettes Review, nur eine kl. Korrektur: MOC der Band bei Liveauftritten war weder Davies noch Hodgson, die beiden redeten nur selten und ungern mit dem Publikum (eig. einzige Ausnahme war Hodgsons Abschiedsrede während der Konzerte 1983). Diese Aufgabe fiel Saxophonist Helliwell zu, der somit Sprecher des “engl. Französisch” war.

      Reply
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