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    Du bist hier:Home»Reviews»Flame Dream - Silent Transition

    Flame Dream - Silent Transition

    0
    By Horst-Werner Riedel on 17. November 2024 Reviews
    Flame Dream - Silent Transition
    Credit: Urs Hochuli
    (1:02:49; Doppel-Vinyl, CD, Digital; eVe-Record/Empire Music; 20.05.2024)
    Die Schweiz zählt nicht gerade zum europäischen Prog-Mekka, dennoch gibt es einige Musikperlen, die man auf dem Schirm haben sollte. Neben Künstlern und Bands wie Patrick Moraz, Cosmos, Clepsydra, Metamorphosis, Shakary und einigen mehr konnte sich auch die Luzerner Formation Flame Dream in der Musikszene eine gewisse Popularität erarbeiten. Gegründet 1977, waren die Schweizer, wie so viele ihrer Zeit, durch Bands wie Genesis, Van der Graaf Generator und UK beeinflusst. Dabei entwickelten die Musiker ihren unverwechselbaren Stil, der sich besonders durch den hohen Keyboardanteil auszeichnete. Die üblichen E-Gitarren ersetzte man früher durch Saxophoneinlagen, was dem Sound mehr Eigenständigkeit verlieh.

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    Die Verknüpfung von Classic Rock, Progressive Rock, Jazz, Fusion und später in den 80er Jahren auch noch Mainstream Rock tat ihr Übriges. Von 1978 bis 1986 entstanden mit "Calatea" (1978), "Elements" (1979), "Out In The Dark" (1981), "Supervision" (1982), "Travaganza" (1983) und "8 On 6" (1986) sechs beachtenswerte Studioalben. Nach gut 38 Jahren der Abwesenheit wollten es die Schweizer nun doch noch einmal wissen und sind in der Originalbesetzung mit ihrem Album "Silent Transition" zurück. Verstärkung haben die Eidgenossen mit Alex Hutchings gefunden, einem Gitarristen aus Bristol, England. Er spielt und unterrichtet vor allem Jazz Fusion, Rock und R&B und tourte Ende 2017 mit der Live-Band von Steven Wilson.

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    Mit sechs Tracks zwischen sechs und fünfzehn Minuten und einer Gesamtlaufzeit von gut 62 Minuten ist das Album vollgepackt mit dem für Flame Dream typischen Progressive Rock. "Silent Transition" setzt sich mit den brennenden Themen der Gegenwart auseinander. Ob wachsende Einsamkeit im digitalen Zeitalter, globale Krisenwelt oder der Verlust der Artenvielfalt – alles Aufgaben, die erst einmal in Noten umzusetzen waren. Dass dies den Musikern gelungen ist, zeigen die ausgedehnten Instrumentalpassagen, logisch zusammenhängende und nachvollziehbare Texte und ein sauber abgemischter Sound. All das sorgt für ein interessantes Musikprojekt. Die langjährige Erfahrung der Schweizer hat sich somit hörbar bezahlt gemacht. Zu einem erfolgreichen Gesamtpaket gehört natürlich auch ein gelungenes Artwork. Hand angelegt hatte Bandmitglied Urs Hochuli und ein feines Digipack samt 20-seitigem Booklet geschaffen. Für Vinyl- bzw. Digital-Fans gibt es natürlich die alternativen Formate. Wobei die Vinyl-Variante sogar als sammelwürdige Doppel-LP angeboten wird.

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    Ganz nach dem Motto "Gut Ding will Weile haben" melden sich die Schweizer Progger Flame Dream zurück – und das gleich mit einem hörenswerten neuen Album. Nicht nur alteingesessene Fans der Eidgenossen sollten definitiv nicht nur ein Ohr riskieren.
    Bewertung: 11/15 Punkten


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    Weitere Informationen

    Line-up / Flame Dream;
    Peter "Pit" Furrer / Drums, Percussion
    Urs Hochuli / Bass
    Roland Ruckstuhl / Piano, Organ, Keyboards, Percussion
    Peter Wolf / Vocals, Flute, Saxophones

    Gastmusiker:
    Alex Hutchings / 6 String Nylon, 12 String, Electric Guitars

    Cover Artwork:

    Surftipps zu Flame Dream:
    Homepage
    Facebook (Gruppe)
    Apple Music
    Wikipedia

    Abbildungen mit freundlicher Genehmigung: Flame Dream

    image_pdfArtikel als PDF herunterladenimage_printArtikel drucken
    Alex Hutchings Bristol CD Classic Rock Digipack Digital Eidgenossen Eigenveröffentlichung Empire Music England Flame Dream Fusion Import Jazz Luzern Mainstream Rock Neo Prog Peter "Pit" Furrer Peter Wolf Progressive Rock Roland Ruckstuhl Schweiz Steven Wilson Urs Hochuli Vinyl
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    Horst-Werner Riedel

    Musik spielt seit jeher eine große Rolle für mich. Ursprünglich stand der Sammeltrieb und die Suche nach Neuem im Vordergrund. Erst 2005 eröffnete mir der engere Kontakt zu Gleichgesinnten die Möglichkeit einen intensiveren Blick in die Szene zu erhalten. So blieb es nicht aus, dann auch einmal meine Gedanken und Beobachtungen in Worte zu fassen. Aus dem Blickwinkel des kritischen Betrachters erhalten Konzerte und CD´s oftmals eine tiefergehende Bedeutung und Musik wird neu erlebt.

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