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    Du bist hier:Home»Reviews»Whom Gods Destroy - Insanium

    Whom Gods Destroy - Insanium

    0
    By flohfish on 26. März 2024 Reviews

    Whom Gods Destroy - Insanium (InsideOutMusic/Sony Music, 15.03.2024) COVER(57:54; Vinyl (2 LP), CD, Digital; InsideOut Music/Sony Music, 15.03.2024)
    Der Einfluss von Dream Theater auf die Prog-Szene ist unbestreitbar. Die gilt auch für "Insanium". Denn nachdem Mike Portnoy im vergangenen Jahr seinen Wiedereinstieg bei Dream Theater bekanntgegeben hatte, waren Sons Of Apollo, sein gemeinsames Projekt mit Ron Thal und Derek Sherinian, plötzlich Geschichte. So sind es also Dream Theater, die indirekt dafür für Sorge trugen, dass "Bumblefoot" und Sherinian mit Whom Gods Destroy ein neues Projekt ins Leben riefen. Hierdurch liegt es nahe, "Insanium" als Nachfolge-Album von "Psychotic Symphony" zu bezeichnen. Was zu einem gewissen Grade auch richtig ist. Doch gehen Whom Gods Destroy weit über die Verbindung von Hard Rock und Prog Metal hinaus, für welche die Sons Of Apollo bekannt waren.

    Nicht nur von Mike Portnoy, auch von Bassist Billy Sheehan und Sänger Jeff Scott Soto ist auf "Insanium" nichts mehr zu hören. Ersetzt wurden diese durch Bruno Valverde, dem Schlagzeuger der brasilianischen Power-Metal-Band Angra, Bassist Yas Nomura (Mammoth, The Resonance Project) und den Sänger Dino Jelusick. Insbesondere Jelusick kann als interessante Wahl bezeichnet werden, denn der Kroate war im Jahre 2003, mit 'Ti si moja prva ljubav', nicht nur der erste Gewinner des Junior Eurovision Song Contest, er ist als Multi-Instrumentalist seit 2021 auch zusätzliches, siebentes Mitglied bei Whitesnake.

    Angra und Whitesnake also anstelle von Mr. Big und Journey als musikalische Veränderung gegenüber Sons Of Apollo? Auf dem Papier schon, vielleicht auch in Ansätzen musikalisch. Doch Whom Gods Destroy gehen weit darüber hinaus.

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    Dies wird schon beim Opener 'In The Name Of War' deutlich, der so 'straight into your face' ist, dass man unwillkürlich an Vinnie Paul und Dimebag Darrell denken möchte. Sowohl was Härte als auch was den Groove betrifft.

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    Es ist nicht die einzige musikalische Brücke in die 90er Jahre. Insbesondere Frontmann Dino Jelusick tendiert mit seiner beeindruckenden wie abwechslungsreichen Stimme nicht nur in Richtung Hard-Rock à la Whitesnake, er lässt auch die Klangfarben der Stimme Chris Cornells in neuem Glanze scheinen.

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    Hard Rock, Grunge und Groove Metal, das alles eingebettet in den progressiven Kosmos von Ron Thal und Derek Sherinian. Die chaotische Vermengung von epischen Melodien, durchschlagender Härte und technischer Raffinesse. Es ist einfach faszinierend, wie Whom Gods Destroy gleichzeitig in der Tradition von Led Zeppelin, Whitesnake, Pantera, Dream Theater, Audioslave, Muse und Meshuggah stehen. Ein definitiv spannenderer Mix als der, den uns Derek Sherinian und "Bumblefoot" noch vor sieben Jahren präsentierten. Trotzdem oder gerade deswegen bleibt am Ende das Gefühl, all diese Elemente schon mal irgendwo gehört zu haben, sodass von der anfänglichen Spannung nach mehreren Durchgängen nicht mehr ganz so viel übrig bleibt.
    Bewertung: 10/15 Punkten

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    Weitere Informationen

    Whom Gods Destroy - Insanium (InsideOutMusic/Sony Music, 15.03.2024)
    Besetzung:
    Dino Jelusick – Vocals
    Ron "Bumblefoot" Thal – Guitars
    Derek Sherinian – Keyboards
    Yas Nomura – Bass
    Bruno Valverde – Drums

    Diskografie (Studioalben):
    "Whom Gods Destroy" (2024)

    Whom Gods Destroy - Insanium (InsideOutMusic/Sony Music, 15.03.2024)
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    Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Oktober Promotion zur Verfügung gestellt.

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    Bruno Valverde Bumblefoot Derek Sherinian Dino Jelusick Dino Jelusić Groove Metal Grunge Hard Riock InsideOut Music Progressive Metal Ron Thal Sony Music Whom Gody Destroy Yas Nomura multinational
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    flohfish
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    1978 in Traben-Trarbach geboren und seit 2014 in Köln ansässig bin ich noch immer ein echter Globetrotter. Ziehe ich gerade einmal nicht trampend und couchsurfend mit meiner Frau Inga durch die Welt, so arbeite ich als Sozialpädagoge in der Inklusionsbegleitung sowie in der Einzelfall- und Familienhilfe. Nebenberuflich bin ich als Stadtführer für Free Walk Cologne tätig. Außerdem nähen Inga und ich hin und wieder noch immer unsere Travelling Monkeys, handgefertigte Stoffaffen. Musikalisch in den 90ern sozialisiert, wuchs ich mit Grunge (Pearl Jam, Nirvana), Prog (Marillion, Dream Theater), Punk (Bad Religion, NoFX), Gothic Metal (Paradise Lost, My Dying Bride) und Crossover (Rage Against the Machine, Faith No More) auf. Für mich sind die letzten zehn Jahre musikalisch so ziemlich die spannensten, die ich bisher erlebt habe, da in dieser Zeit viele jener verschiedenen Stile musikalisch zusammengführt worden sind.

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