Madmess – Rebirth

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Madmess – Rebirth (Hassle/Cargo, 10.12.21)

Credit: Lory Cervi

(44:15, Vinyl/CD/Digital, Hassle Records/Cargo Records, 2021)
Eine junge portugiesische Band, die aus Karriere-Gründen aus der überschaubaren Underground-Szene Portos ins chaotische London wechselt, muss nicht nur sehr von den eigenen Qualitäten überzeugt sein, sondern auch musikalisch so einiges drauf haben.

Aber wohin sonst sollte eine junge Band auch wechseln als in die Geburtstadt des Psychedelic Rock, die sich genau diesem Genre verschrieben hat? Ob Madmess die Ellbogen und das Durchhaltevermögen besitzen, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen, steht in den Sternen. Die Motivation und das Potential dafür kann man ihnen jedoch keineswegs absprechen.

“Rebirth” ist das erste vollwertige Album der Iberer nach der 2019er EP “Madmess” – und hinterlässt schon nach ersten Hördurchgängen bleibenden Eindruck. Eine bluesige Grundstimmung, grungige Untertöne und teils fette Stoner-Riffs bilden dabei die Säulen der fünf, größtenteils instrumentalen Stücke auf “Rebirth”, die sich allesamt zwischen sieben und gut zehn Minuten Spielzeit bewegen. Sie bilden dabei die Säulen, auf denen abgestützt Gitarrist Ricardo Sampio seine ausufernden Gitarreneskapaden ausleben darf. Diese erinnern nicht nur stark an den jungen David Gilmour und die Pink Floyd der frühen 70er. Sondern sie erwecken auch den Anschein, als seien sie das Ergebnis ausgiebiger Jam-Sessions. So wirkt ein Stück wie das vereinzelt mit Gesang versehene ‘Mind Collapse’ nur bis zu einem gewissen Grade auskomponiert und lässt Raum für ausgiebige Improvisationen. Es ist energiegeladene Musik, die einen leicht in ihren Bann schlägt und – wenn man nicht aufpasst – auch nicht so schnell wieder loslässt.
Bewertung: 11/15 Punkte (FF 11, KR 11)

Tracklist:
1. ‘Albatross’ (9:50)
2. ‘Mind Collapse’ (10:06)
3. ‘Rebirth’ (7:19)
4. ‘Sape Shifter’ (9:48)
5. ‘Stargazer’ (7:12)

Diskografie (Studioalben):
“Rebirth” (2021)

Besetzung:
Luis Moura (Drums, Percussion, Backing Vocals)
Vasco Vasconcelos (Bass Guitar)
Ricardo Sampaio (Gitars, Vocals, Effects)

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Abbildungen: Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Starkult Promotion zur Verfügung gestellt.

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Über den Autor

1978 in Traben-Trarbach geboren und seit 2014 in Köln ansässig bin ich noch immer ein echter Globetrotter. Ziehe ich gerade einmal nicht trampend und couchsurfend mit meiner Frau Inga durch die Welt, so arbeite ich als Sozialpädagoge in der Inklusionsbegleitung sowie in der Einzelfall- und Familienhilfe. Nebenberuflich bin ich als Stadtführer für Free Walk Cologne tätig. Außerdem nähen Inga und ich hin und wieder noch immer unsere Travelling Monkeys, handgefertigte Stoffaffen. Musikalisch in den 90ern sozialisiert, wuchs ich mit Grunge (Pearl Jam, Nirvana), Prog (Marillion, Dream Theater), Punk (Bad Religion, NoFX), Gothic Metal (Paradise Lost, My Dying Bride) und Crossover (Rage Against the Machine, Faith No More) auf. Für mich sind die letzten zehn Jahre musikalisch so ziemlich die spannensten, die ich bisher erlebt habe, da in dieser Zeit viele jener verschiedenen Stile musikalisch zusammengführt worden sind.

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Madmess – Rebirth

von flohfish Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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