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    Du bist hier:Home»Reviews»Edi Nulz - MEGANAN

    Edi Nulz - MEGANAN

    2
    By Klaus Heuschkel on 25. März 2021 Reviews

    (41:12, CD, Vinyl, Digital, Boomslang Records, 2020)Edi Nulz - MEGANAN (Boomslang, 12.3.20)
    Der Blick hinter die Kulissen verrät, dass hier 2/3 des vielgeliebten Duos PeroPero am Start sind. Somit sollte ein gewisses Energielevel gesetzt sein. Dritter im Bunde, neben den beiden PeroPeros Julian Pajzs und Valentin Schuster, ist Siegmar Brecher an der Bassklarinette.
    Aha.
    Wie nun? PeroPero mit Bassklarinette?
    Soso.
    Passt nicht zusammen.
    Also Jazz jetzt?
    Tja, passt auch nicht so ganz.
    Eventuell „Ping-Pong zwischen rockigem Kammer-Jazz und jazzigem Kammer-Rock“?
    Zu lang.
    Oder vielleicht „Post-Dada“?
    Auch Quatsch.
    Es bleiben irgendwie immer ziemlich hilflose Versuche.
    Verflixt. Was machen die da?

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    Es fügt sich am Ende alles ganz passend zu einem wunderbaren Gesamtbild zusammen, denn die Drei spielen mit uns ein sauberes Verwirrspiel. Vom Artwork, das wirklich grandios ist, über die Musik, ebenso grandios, wirkt hier alles säuberlich subtil, mit allerlei Anspielungen durchsetzt und das Ergebnis ist ein audiovisuelles Kunstwerk.

    Als studierte Musiker sind sie in der Lage - ja, gelernt ist gelernt - jedwede Idee in Noten und letztlich in Töne umzusetzen. Und Ideen haben sie wahrlich zu Hauf. Die Stücke schlendern völlig rücksichtslos durch alle möglichen Genres, Traditionen und Weltgegenden. Das Album ist durchsetzt mit jeder Menge zauberhafter Seltsamkeiten und überraschender Assoziationen. Die Lust, einen komponierten oder zufällig entstandenen - wir wissen es nicht - Stolper-Rhythmus gemeinsam zu genießen und uns an der Freude teilhaben zu lassen, ist deutlich spürbar.

    Das Trio wirkt im Spiel der Umsetzung ihrer positiv-spinnerten Ideen ganz eng beieinander, eng in den ruhigeren, frickeligen Passagen und ebenso eng bei den Eskalationen. Die haben richtig Spaß! Und wir dürfen auch Spaß haben, Edi Nulz lädt uns dazu ein!

    Eine feine Platte zum Entdecken. Kopfhörer auf, Plattenhülle in die Hand, drehen und wenden, hören, staunen. Absolut sympathisches und zugleich anspruchsvolles Ding! Wie die Musiker selbst. Tolle Leute! Tolle Musik!
    Bewertung: 12/15 Punkten (KH 12, KR 12)

    PS - Für den Gesamteindruck hier noch ein paar bewegte Bilder:

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    Line-up:
    Siegmar Brecher - Bassklarinette
    Julian Adam Pajzs - Tenor- und Baritongitarre
    Valentin Schuster - Schlagzeug und Taschenklavier

    Surftipps zu Edi Nulz:
    Homepage
    Label
    Siegmar Brecher
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    Twitter
    Instagram
    Spotify

    Abbildungen: Edi Nulz / Boomslang

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    Baritone Guitar Bassklarinette Boomslang Records CD Chamber Punk Digital Edi Nulz Jazz Jazz Prog Jazz Rock Julian Pajzs Kammerprog Klarinette Rock Siegmar Brecher Valentin Schuster Vinyl Österreich
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    Klaus Heuschkel

    Baujahr '65 und somit (gerade noch so, also Glück gehabt) mit der 70s-Musik sozialisiert. Mitveranstalter brotloser Konzerte in Jena mit Schwerpunkt Jazzcore, Avant und allgemeiner Stehmusik. Leidenschaftlicher Musiksammler mit verdächtiger Neigung zu allen möglichen Abartigkeiten und Obskuritäten. Der seltsame Musikgeschmack ist gerne hier nachzuvollziehen: https://laut.fm/freakout

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    2 Kommentare

    1. Steffen Breitling on 25. März 2021 15:34

      “Der Blick hinter die Kulissen verrät, dass hier 2/3 des vielgeliebten Duos PeroPero am Start sind.”

      Da gewinnt der Begriff “Halbe Portion” eine ganz neue Bedeutung!

      Reply
      • Klaus Heuschkel on 27. März 2021 8:22

        Stimmt. Aber nicht zu verwechseln mit “Seniorenteller”, das würde der Musik nicht gerecht werden.

        Reply
    Leave A Reply Cancel Reply

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