Zaal – Homo Habilis

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Zaal - Homo Habilis (Lizard, 9.10.20)(48:07, CD, Lizard Records / G.T. Music Distribution, 2020)
Bereits seit Anfang des Jahrtausends werkelt der umtriebige italienische Keyboarder Agostino Macor (u.a. La Maschera Di Cera, Finisterre, Rohmer, Ombra della Sera) am Projekt Zaal, welches nach einem Helden der persischen Mythologie benannt wurde. Die stilistischen Einflüsse waren bisher im rein instrumentalen Grenzbereich zwischen Jazz Rock und Retro Prog angesiedelt.

“Homo Habilis”, das mittlerweile dritte Album der Formation mit wechselnder Besetzung, streut nach zehnjähriger Albumpause noch einige kammermusikalische Aspekte, sowie eine gehörige Portion Word Music Flair ein, so dass damit ein nicht gerade alltäglicher, leicht mysteriöser Stilmix entsteht.

Da schälen sich mal indische, bzw. arabische Elemente mit Sitar, Tabla und Violine heraus (‘Revèil (Post Big Bang)’, ‘Homo Habilis’, ‘Instruments’) oder es trifft treibende Rhythmik auf jazzige Ästhetik mit Fender Rhodes und Blasinstrumenten (‘Presences’). Der experimentelle, inhaltlich wesentlich offenere Ansatz, die Verwendung von jede Menge Blas- und Streichinstrumenten, lässt auf “Homo Habilis” nur wenig Bezugspunkte zu den Stammformationen des Keyboarders erkennen.

Das inhaltliche Konzept über die Beziehung von Menschen und Maschinen, spiegelt sich in einerseits lebendigen, wie ebenso mehr fokussierten Momente wieder. Besonders das das Album abschließende ‘Androids Void’ (tituliert als Ghost Track) setzt auf einen elektronischen, schwebenden Ansatz, der sich fernab vom zuvor Gehörten bewegt.

Am Album beteiligt waren:
Agostino Macor – Fender Rhodes, Piano, Synthesizers, Orgel
Emanuele Ysmail Miletti – Sitar
Sergio Caputo – Violine
Paolo Furio Marasso – Bass
Melissa del Lucchese – Cello
Francesco Mascardi – Saxophon
Roberto Nappi Calcagno – Trompete
Andrea Monetti – Flöte
Alessandro Quattrino – Percussion
Federico Branca – Schlagzeug
Edmondo Romano – Blasinstrumente
Maurizio di Tollo – Schlagzeug

Es ist besonders die klangliche Vielfalt der verschiedenen Instrumente, die ‘Homo Habilis’ zu einer interessanten musikalischen Reise anwachsen lässt
Bewertung: 11/15 Punkten (KR 11, KS 11)

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Abbildungen: Zaal / Lizard Records

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Über den Autor

Kristian Selm

Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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