Opal Ocean – The Hadal Zone

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Opal Ocean - The Hadal Zone (Flowfish/BrokenSilence, 16.10.20)(57:13, CD, Digital, flowfish.records / Broken Silence, 2020)
Bei Akustikgitarren in virtuoser Bearbeitung und in internationaler Besetzung denkt man unweigerlich an das California Guitar Trio. Doch es funktioniert ebenso im Duoformat. Alex Champ stammt ursprünglich aus Neukaledonien, Nadav Tabak aus Neusseland, wobei beide aktuell im australischen Melbourne beheimatet sind. Was ursprünglich als Straßenmusikprojekt startete, hat in den letzten Jahren eine gewisse Eigendynamik entwickelt. Neben Albumveröffentlichungen folgten ausgiebige Touren, sowie Auftritte bei renommierten Festivals (u.a. Montreux Jazz Festival, Burg Herzberg Festival).

Stilistisch umschreibt der Promozettel ihre komplett instrumentalen Stücke ganz passend als Verbindung aus Nuevo Flamenco Rumba und Acoustic Prog Rock. Zudem interpretierte man in der Vergangenheit immer wieder Fremdmaterial komplett neu wie z.B. ‘Chop Suey‘ von System Of A Down. Besonders der virale Erfolge mit lässigen Videos bietet dem Duo mittlerweile einen gewissen Freiraum. So nützte man für “The Hadal Zone” die Möglichkeiten von Crowdfunding, um die eigene Vision zu finanzieren. Bei “The Haddal Zone” konnte man deswegen als zusätzlichen musikalischen Begleiter Jordan Rudess verpflichten, der auf ‘Polycephaly’ die Keyboard Begleitung und einen signifikanten Solopart beisteuert.

Die lebendige, teils sehr perkussive Musik des Duos transportiert ansteckende Lebensfreude, was sich jedoch dummerweise nur partiell im Studio reproduzieren lässt. So geht in den 14 Stücken meist gut die Post ab und das spielerische Niveau und die Schnelligkeit bewegen sich auf beeindruckendem Niveau. Jedoch schleicht sich auf Dauer ein gewisser Wiederholungsfaktor ein, da alleine Tempo und Virtuosität etwas zu wenig Gehalt bieten, selbst wenn Rhythmik und Geschwindigkeit mitunter variiert werden. Das klingt jetzt negativer, als das Album wirklich wirkt, denn vor allem der klopfend-hämmernde Groove und die lockere Saitenbearbeitung im Latin-Style sorgen für ansteckende Begeisterung.
Bewertung: 10/15 Punkten (CA 9, KS 10)

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Abbildungen: Opal Ocean / flowfish.records / Nuzzcom Music Office

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Über den Autor

Kristian Selm

Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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Opal Ocean – The Hadal Zone

von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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