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    Du bist hier:Home»Reviews»The Alan Parsons Project - The Turn Of A Friendly Card (Deluxe Anniversary Edition)

    The Alan Parsons Project - The Turn Of A Friendly Card (Deluxe Anniversary Edition)

    2
    By Daaty on 4. Dezember 2015 Reviews

    TTOFC(02:13:14, 2CD, Arista/Legacy/Sony Music, 1980/2015)
    Im November 1980 erschien mit "The Turn Of A Friendly Card" (im Folgenden "TTOAFC") das fünfte Album von The Alan Parsons Project (TAPP). Nachdem "Eve" zwar sehr erfolgreich, aber auch sehr glattgebügelt ausgefallen war, näherte man sich mit "TTOAFC" den Standards der ersten drei Alben wieder leicht an, wobei die Schublade Progressive Rock trotzdem unpassend erscheint. Bei Fans des Projects hat das Album allerdings einen recht hohen Stellenwert. Zum 35. Jubläum erscheint nun eine Deluxe Edition. Da der Inhalt des Originals hinlänglich bekannt und vielfach rezensiert ist (alle Alben im Quickie-Durchlauf z.B. hier), richtet sich der Blick im Folgenden auf das Bonusmaterial und das Für und Wider einer Neuanschaffung.

    Cover und Beiheft suggerieren zwar, dass es sich hier um brandneue Remasters auf dem aktuellen Stand der Technik handelt, aber CD1 des Doppelpacks ist identisch mit der bereits 2008 erschienen Expanded Edition von "TTOAFC". Außer den Titeln des Originalalbums befinden sich sieben zusätzliche Stücke auf dem Silberling. Keiner davon bietet allerdings wirklichen Mehrwert, da es sich um kurze Demo-Schnipsel, Arbeitsversionen und Backing Tracks  bereits vorhandener Songs handelt. Mitunter singt Eric Woolfson sogenannte Guide Vocals, die unter anderem als Arbeitsvorlage für die engagierten Sänger dienten. Dieses Material dürfte also in erster Linie "Die hard"-Fans ansprechen.

    Bislang unveröffentlicht ist der Inhalt von CD2. Im Einzelnen sind das zunächst acht Stücke unter der Überschrift "Eric's Songwriting Diary". Dahinter verbergen sich originale Kassettenaufnahmen von Eric Woolfson, mit denen er seine Kompositionsideen dokumentierte. Dies bietet seltene Einblicke in die Arbeitsweise eines Musikers und fördert auch die eine oder andere Kuriosität zu Tage. Bedingt durch das Medium selbst und das Alter der Kassetten ist die Klangqualität allerdings ausgesprochen dürftig. Es folgen dann noch weitere Bonustracks in Studioqualität und drei Single Edits. Die Bonus Tracks sind, ähnlich jener von CD1,  Arbeitsversionen der Albumtitel. Unter anderem kommt man in den Genuss zweier Gitarrensoli von Ian Bairnson, die im Mastermix der Schere zum Opfer fielen. Bleiben die Single Edits von 'The Turn Of A Friendly Card', 'Games People Play' und 'Snake Eyes', die ebenfalls lediglich für wirkliche Fans spannend sein dürften. Die Singleversion des Titeltrack ist insofern interessant, als es sich um eine Kombination von Teil 1 und 2 handelt.

    Fans hätten sich sicher einen oder mehrere bislang unveröffentliche Songs aus dieser Phase des Projects gewünscht. Man sollte eigentlich meinen, dass es solches Material gibt - es bleibt allerdings Spekulation. Produktion und Klang des Originalalbums sind fraglos auf höchstem Niveau. Alan Parsons ist eben Alan Parsons. Mancher Produktion aus dem Jahr 2015 würde man einen solchen Sound wünschen. Das Beiheft liefert weitere Informationen über den Entstehungsprozess des Album und auch die eine oder andere Anekdote. Dazu eine kleine Randnotiz: Im Beiheft ist unter anderem ein "neuer" kurzer Kommentar von Alan Parsons, datiert auf November 2015, abgedruckt. Legt man die Dauer der Herstellungsprozesse einer CD und ihrer Verpackung zugrunde, erscheint dieses Datum doch eher unwahrscheinlich. Einscheinungsdatum war schließlich der 6. November 2015. Wenn überhaupt, dann hat der gute Alan diesen Kommentar notwendigerweise wohl zu einem deutlich früheren Zeitpunkt verfasst.

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    (hier auf Spotify, unseres Wissens nach allerdings nicht in der Remaster-Version)

    Fazit: Will man die verschlissene LP oder eine alte CD aus den frühen Achtzigern austauschen, ist eine Neuanschaffung aufgrund des Klangs durchaus eine Überlegung wert. Ob es diese Deluxe-Version sein muss,  ist eine andere Frage. Die mit der ersten CD der hier vorliegenden Ausgabe identische, 2008 erschienene remasterte Einzel-CD wird den meisten Hörern wohl reichen.
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    80er Alan Parsons Anniversary Edition Arista Art Rock Bonus Bonus-Track CD Deluxe Edition England Eric Woolfson Ian Bairnson Legacy Reissue Remastered Sony Music The Alan Parsons Project Wiederveröffentlichung
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    Daaty

    Dass der Prog-Virus hoch infektiös ist, musste ich bereits in meiner frühen Kindheit erfahren. Während meine Schulfreunde noch sorglos Ilja Richters Disco mit The Sweet und den Bay City Rollers schauen konnten, hatte mich mein älterer Bruder bereits in den frühen Siebzigern mit ELP und Yes verkorkst. Mein erster Radiorekorder und die LP-Hitparade von SWF3 gaben mir mit Genesis und Eloy dann den Rest.

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    2 Kommentare

    1. Christoph Firmenich on 4. Dezember 2015 15:37

      Ich würde es sehr begrüssen wenn es von den APP Remaster Serien in 5.1 geben würde. Die Musik scheint mir, ähnlich wie bei Pink Floyd, geschaffen für Raumklang. Gab es eigentlich APP Scheiben in Quatro Sound?

      Reply
    2. Dieter Hoffmann on 4. Dezember 2015 16:50

      Also bei Discogs ist keine Quadro-Version gelistet. 1976, als das erste APP Album erschienen ist, war Quadrophonie auch schon fast wieder beerdigt.

      Reply
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