Soul Secret – 4

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SoulSecret-4-2015-Cover(72:36, CD, Golden Core/Zyx, 2015)
Aus der „Gründerzeit“ 2004 ist beim italienischen ProgMetal-Fünfer nur noch Gitarrist Antonio Vittozzi übrig geblieben, speziell der Sängerposten, den gastweise schon Mark Basile (DGM) oder Arno Menses (Subsignal) inne hatten, hat vor zwei Jahren mit Lino Di Pietrantonio zum wiederholten Male eine Neubesetzung erlebt. Die Texte für das vorliegende Konzeptalbum – der Protagonist findet sich eines Nachts „retracing my whole life of misery“ – schreibt allerdings Keyboarder Luca Di Gennaro. Das Wiedererleben der vielfach tatsächlich eher unerfreulichen Begebenheiten hilft ein „Cast“ von sieben Charakteren inklusive einer Radiosprecherin, was auch Elemente einer Progrock-Oper einbringt.

Das Gebotene klingt einerseits erwartbar stark nach Dream Theater (insbesondere „Our Horizon“), erinnert manchmal aber auch an die Landsleute Vitriol und an Thessera und behält vor allem stets eine erfreulich eigene Note – von den starken Stereoeffekten des Intros über den Growl-Gesang bei ‚K‘, der von Simone Bertozzi (Mnemic) beigesteuert wird, bis hin zum Piano-Schlussakkord.

Bis auf einige schlimm käsige Keyboard-Sounds (u.a. beim Intrumental ‚Silence‘ und beim Anfang von ‚The White Stars‘, damit versöhnt aber die feist röhrende Hammond auf ‚My Lighthouse‘) gibt’s auch an der blitzsauberen Produktion nichts zu meckern. Für den Mix war Jordan Valeriote, für das Mastering Troy Glessner zuständig.
Bewertung: 11/15 Punkten (KR 11, KS 11)

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Über den Autor

Klaus Reckert

„everything happy, and progressive, and occupied“
K. Grahame, The Wind In The Willows

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Soul Secret – 4

von Klaus Reckert Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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