Arena – The Unquiet Sky

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Arena-TheUnquietSky-2015-Cover(55:41, CD, Verglas/Soulfood, 2015)
Mit einem angenehm an „Pepper’s Ghost “ von 2005 erinnernden Opus melden sich die neoproggenden Briten um Mick Pointer und Clive Nolan in der Arena zurück – dem zweiten mit einem hier sehr überzeugenden Paul Manzi am Mikrofon. Das erste Stück, ‚The Demon Strikes‘ beginnt mit einer Art prall produzierter Soundtrack-Ouvertüre – konzeptionell durchaus passend, denn das Album beruht auf der Horror-Kurzgeschichte „Casting The Runes“ von M.R. James, die auch verfilmt wurde. Was kann mit einer Platte schiefgehen, deren erste Textzeile „You can hear the „theremin“ lautet? Richtig – fast nichts, passiert hier auch nicht. Obschon es ein schmaler Grat zwischen wohliger Streicherballade und schleimigem Kitsch ist (Textauszug: „If the butterfly should flap his wings/If an angel sings…“), auf dem die Band beispielsweise bei ‚How Did It Come To This?‘ wandert, jedoch ohne echten Absturz, naja, fast ohne Absturz…

‚Oblivious To The Night‘ beginnt mit einem nachdenklichen Flügelmotiv über dem Klackern einer Schreibmaschine (was wohl die Kids heute mit ihren quasi implantierten Touchscreens mit diesem Geräusch anfangen?) und wird dann doch ziemlich schmalzig, zugegeben.

Doch das bombastrockende ‚No Chance Encounter‘, das melodische Titelstück und ‚Time Runs Out‘ – ein showpiece für John Mitchell (Gitarre; u.a. It Bites, The Urbane, Lonely Robot) machen das schnell wieder gut. Fazit: angenehm abendfüllender Cinemascope-NeoProg von gewieften alten Hasen.
Bewertung: 11/15 Punkten (WE 10, KR 11, KS 11)

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Über den Autor

Klaus Reckert

„everything happy, and progressive, and occupied“
K. Grahame, The Wind In The Willows

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Arena – The Unquiet Sky

von Klaus Reckert Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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