Moon Safari – Live in Mexico

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MoonSafari-LiveInMexico(43:33/35:40, 2 CD, Blomljud, 2014)
Huch – schon wieder ein Live-Album der sinfonikproggenden Nachtigallen aus Schweden. Da gab es doch erst 2012 dieses erstklassige DoCD-Dokument des Schweden-Sechsers vom achten Rites of Spring Festival (RoSFest) aus Gettysburg/USA. Die immer mal wieder weltreisenden Amateurmusiker wurden 2014 zum legendären „Baja Prog“-Festival in Mexicali/Mexico eingeladen, das zum vierzehnten Mal stattfand. Seit dem Rosfest-Auftritt hatte man mit „Himlabacken Vol 1“ ein neues Studioalbum im Gepäck, sodass auch neues Material präsentiert werden konnte. Außerdem gab es natürlich noch die 2012er Maxi-CD mit dem Longtrack ‚Lover’s End Part III, Skelleftea Serenade‘, der hier in einer hörenswerten 25-Minuten-Version dargeboten wird. Es gibt mit ‚Heartland‘ und ‚A Kid Called Panic‘ lediglich zwei Überschneidungen, sodass diese Live-Veröffentlichung schon Sinn macht. Die überdies noch die Frage beantwortet, wie die Nachtigallen den Queen-angehauchten Komplex-Track ‚Mega Moon‘ auf die Bühne bringen. Schlichtweg sensationell! Live hauchen Moon Safari ihren Kompositionen sowieso mehr Verve und Esprit ein, sodass sie das nächste Album vielleicht direkt von der Bühne auf CD pressen sollten. Da Stamm-Schlagzeuger Tobias Lundgren in Stockholm auf die Geburt seiner Tochter wartete, hatte man als Gast-Drummer einen guten Freund mit nach Mexico genommen. Mikael Israelsson, Gründungsmitglied von Black Bonzo, der mit seinem präzisen, druckvollen und flinken Spiel den exzellenten Tobias würdevoll vertrat. Insgesamt präsentieren die Safarians wieder ein fröhliches Livealbum mit hochprofessionellen Gesangsarrangements, die in der Szene ihresgleichen suchen. Einziger Wermutstropfen ist das bass- und höhenarme Mixing und Mastering von Jonas Reingold, der den Aufnahmen auch noch die Luftigkeit geraubt hat. Das hatte soundtechnisch auf „The Gettysburg Address“ mit dem uns bis dato unbekannten Tonmeister Kjell Nästen besser geklappt. Übrigens – wer auch den über fünfminütigen Bonus-Track ‚Red White Blues‘ hören möchte, muss zur Japanpressung greifen.
Bewertung 12/15 Punkten (WE 12, JM 11, KS 10, KB 11)

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Über den Autor

Musikmaniak seit den frühen 70ern zwischen Artrock, Jazzrock und Hardrock/Rock. Große Faszination für die Melange aus Klassik/Jazz und Rock. ……………………Erstes Konzert: Grobschnitt……………………….WAS GAR NICHT GEHT: Rio/Avantgarde und Metal……………………………………..LIEBLINGSKÜNSTLER: Pink Floyd, Beatles/Paul McCartney, Steven Wilson, Rolling Stones, Return To Forever, Procol Harum, Leonard Bernstein, ELP/Triumvirat, Deep Purple, Yes/Rick Wakeman und Led Zeppelin.

3 Kommentare

  1. Christoph Firmenich am

    Also ich finde dieses Werk weitestgehend überflüssig, zündet bei mir fast gar nicht. Mehr wie 7-8 Punkte ist dieses Werk mir nicht wert.

Antworten

Moon Safari – Live in Mexico

von Wolfram Ehrhardt Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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