(47:17; CD Digipack, Digital Streaming, Vinyl; Gravity Dreams Music, Just For Kicks; 23.05.2025)
Cosmograf besteht in erster Linie aus dem britischen Komponisten und Multiinstrumentalisten Robin Armstrong und wird bei Bedarf ergänzt durch einige Gastmusiker. Für viele dürfte der aus Waterlooville, England stammende Musiker kein Unbekannter sein, hatte er sich doch u.a. ein zwischenzeitliches Engagement bei Big Big Train gegönnt. Während dieser Zeit hatte er sein eigenes Projekt Cosmograf dennoch zu keinem Zeitpunkt aus den Augen verloren. Das aktuell ganz frisch aufgelegte Album "The Orphan Epoch" ist seit 2008 immerhin schon das zehnte Studioalbum. Der Ausdrucksstil von Robin Armstrong bzw. Cosmograf ist von Beginn an im Classic Rock der 70er Jahre verwurzelt. Dabei vereint er zeitgenössischen Rock mit einem progressiven Touch. Deutlich sind Einflüsse aus klassischem Progressive Rock á la Pink Floyd, Yes und Genesis zu vernehmen, die er allerdings mit modernen Elemente von Bands wie Porcupine Tree, Muse und Radiohead vereint.
Begleitet wird Robin Armstrong ein weiteres Mal vom Drummer Kyle Fenton sowie keinem geringeren als Peter Jones, der auf dem Track 'Seraphim Reels' die Saxophonklänge beisteuert.
"The Orphan Epoch" ist eine Sammlung von Songs, die sich inhaltlich mit der Weigerung auseinandersetzt sich unkritisch anzupassen oder gar instrumentalisieren zu lassen. Robin Armstrong gibt ein Statement unserer Zeit ab und beschreibt die damit verbundene Unzufriedenheit. Gleichzeitig fordert er auch diese Dinge nicht einfach über sich ergehen zu lassen, sondern verweist auf die der Menschheit zustehende Entscheidungs- und Wahlmöglichkeit, das eigene Leben selbst zu gestalten.
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Musikalisch orientiert sich Armstrong größtmöglich an seinen früheren Alben, ohne dabei große Veränderungen oder gar einen Bruch zu riskieren. Es sind die Gitarren und ergänzend hierzu auch die angenehmen Keyboardpassagen, die die Songstrukturen auf bereits bekannte Weise bestimmen. Es wird solider Neo-Prog geboten, bei dem Gesang als auch die Musikalität bestens aufeinander abgestimmt sind. Das Album geht zwar gut ins Ohr und zeigt dabei auch seine starken Seiten, doch fehlt ein herausragender, einprägsamer Höhepunkt, der einen mitreißt und unvergessliche Momente generiert.
Am Ende ist „The Orphan Epoch“ beileibe nicht das gleichförmigste Album von Robin Armstrong in einer Reihe von ordentlichen Produktionen und dürfte daher besonders für Fans des Genres immer eine Option sein. Sie sollten nicht ernsthaft enttäuscht werden.
Bewertung: 9/15 Punkten
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Line-up / Cosmograf:
Robin Armstrong (ex-Big Big Train, Cosmograf) – Vocals, Guitars, Keyboards, Bass
Kyle Fenton (Arrival) – Drums, Backing Vocals
Peter Jones (Camel, Tiger Moth Tales, Cyan) – Saxophone (3)
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Abbildungen: Cosmograf (Robin Armstrong)/ Gravity Dreams Music