
Art Pop • Singer/Songwriter • Progressive Rock • Chamber Pop
(17:32; Vinyl (RSD-Release), Digital; Label Mates, 27.03.2026/18.04.2026)
Auf das Leben folgt bekanntlich der Tod. Ein gutes Jahr nach "La Vie" folgt nun "La Mort" – der zweite Teil von Anneke van Giersbergens EP-Trilogie, die einmal zusammengefasst als "La Vie, La Mort, L'Amour" erscheinen soll. Musikalisch und thematisch schließt sie nahtlos an, wo "La Vie" aufgehört hat.
Vier Songs, 17:32 Minuten, inspiriert vom Verlust beider Eltern. Die EP reflektiert Vergänglichkeit, Trauer und Erinnerung, ohne je ins Schwere abzugleiten – Annekes Stimme verwandelt Schmerz stets in Leichtigkeit.
'Fade In Fade Out' startet mit einer wunderschönen Pianolinie, über der Anneke ihre unverkennbare Stimme legt. Rohrbläser und Synthies verleihen dem Stück ein schwebendes, fast engelsgleiches Flair, während die Gitarrenmelodie Wärme und Struktur beisteuert. Thematisch setzt der Song den Ton für die EP: Wahrheiten lassen sich nicht verbergen, Erinnerungen verschwinden nie.
You can run, but never fade away.
'Handle Me With Care'beginnt mit einem synthetischen 80s-Rhythmus, ungewohnt, aber Anneke steht er hervorragend – Blondie lassen grüßen. Der Song zeigt verletzliche Momente und das Ringen um Nähe:
Hear me calling out my angel. Handle me with care.
Selbstzweifel und Sehnsucht nach Geborgenheit werden hier in sanfte Arrangements gehüllt, die den inneren Konflikt subtil spiegeln.
'Red Sky' driftet in einen traumhaften, fast surrealen Raum. Sehr elektronisch geprägt, steht Annekes Stimme hier klar im Mittelpunkt, fast minimalistisch begleitet nur von Rhythmus und Soundflächen.
Stairway to the red sky.
Atmosphärisch leicht, emotional dicht, fungiert der Track als poetische Brücke zwischen Verletzlichkeit und Hoffnung.
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'Sail Towards The Sun' bildet den emotionalen Höhepunkt der EP. Erinnerungen an Annekes Vater werden zu einem musikalischen Segeltörn, Trost und Abschied verschmelzen:
She'll guide you when you sail towards the sun.
Stimmlich herausragend, emotionsgeladen und das sentimentalste Stück der Platte, wirkt es zart zerbrechlich und eigentlich viel zu schön, um traurig sein zu können. Sanfte Harmonien und eindringlicher Gesang machen den Song zum Herzstück der EP.
Musikalisch bewegt sich "La Mort" zwischen Art Pop, Chamber Pop, Progressive, Jazz-Elementen und leichtem Art Rock, stets organisch und introspektiv. The Gathering-Vibes schimmern durch, ohne nostalgisch zu wirken.
"La Mort" ist ein starker Mittelteil der Trilogie: introspektiv, emotional dicht, musikalisch organisch. Fans von "La Vie" werden hier nicht enttäuscht, nur nachdenklicher – und wer gedacht hätte, dass Tod so hübsch klingen kann, wird überrascht.
Bewertung: 12/15 Punkten
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• Anneke van Giersbergen - vocals, guitar
• Allie Summers - backing vocals
• Camilla van der Kooij - violin, viola
• Edward Capel - reed instruments
• Gijs Coolen - guitars
• Matthias van Beek - guitars, backing vocals
• Rob Snijders - drums
• Roel Blommers - bass
• Thijs Schrijnemakers - keyboards
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Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Head Of PR zur Verfügung gestellt.

