Damian Wilson & Adam Wakeman – Stripped

Damian Wilson & Adam Wakeman(48:52, CD, Vinyl, Digital, Blacklake, 2019)
Es vergeht kein Jahr, in dem Damian Wilson und/oder Adam Wakeman nicht in der einen oder anderen Form auf diesen schönen Seiten Thema sind. Erst im März 2018 legten die beiden Engländer ihr letztes gemeinsames Studio Album vor. Zu diesem balladesken Werk wurde im Laufe des Jahres ausgiebig getourt. Nach dem letzten der 27 Auftritte ihrer Tour durch Europa entschlossen sich die beiden Musiker, für einen einzigen Tag in das Studio zurückzukehren, um die Chemie des Lebens auf der Bühne einzufangen.

“I’ve never made an album that left me so exposed before. We both recorded completely live in the studio, so every noise from the piano damper pedal, every breath, every note and expression is laid bare on the recording. There’s something magical about not being able to alter or fix anything once you’ve captured a performance.” – Adam Wakeman –

Elf Songs haben es auf “Stripped” geschafft. Einen Teil kennen Fans des Duos aus den ersten beiden Studio Alben: ‘Laugh In Time’, ‘People Come And Go’, ‘Seek For Adventure’ oder auch ‘The Sun Will Dance Dance In Its Twilight Hour’ erschienen alle bereits auf den ersten beiden Studioalben, und das in ganz ähnlicher Art und Weise. Das ist auch das Problem bei diesen Songs: Selbst im Original auf den Studioalben waren die Songs bereits “nackig”, insofern brauchte es keine neue Aufnahme mit dem Tag “stripped”. Gleiches gilt auch für die beiden Songs, die Damian Wilson vor zwei Jahren auf seinem Solo Album “Built For Fighting” präsentierte: ‘I Won’t Blame Life’ und ‘Written In Anger’ klingen auf “Stripped” doch recht vertraut.

Wenn man sich damit abfinden kann, dass man die Hälfte des Albums schon in ganz, ganz ähnlicher Form auf Vorgängeralben gehört hat und das Wiederkäuen auf “Stripped” dann doch eher einer Best Of Zusammenstellung gleich kommt, ist der Weg frei für die andere Hälfte. Und die bietet mit beispielsweise ‘Soldier’ ein wunderschönes Arrangement eines Tracks, den Damian Wilson bereits mit Headspace auf CD presste. Das instrumentale ‘Tapestries’ stammt hingegen aus dem musikalischen Kosmos Adam Wakeman‘s, der dieses Klavierstück vor über 20 Jahren mit seinem Vater Rick Wakeman (Yes) veröffentlichte.

Wilson und Wakeman versuchten sich auch an Songs ganz anderer Künstler. So eröffnet ‘Life On Mars’ (im Original von David Bowie) das Album und das leicht schmalzige ‘Feel Like Going Home’ des bereits vor über 20 Jahren verstorbenen US Country Sängers Charlie Rich schließt den Songzyklus ab.

Kurz und gut: wer die beiden Studio Alben des Duos bereits hat, der braucht dieses Album nicht wirklich. Alle anderen dürfen gerne ein Ohr riskieren.
Bewertung: 9/15 Punkten

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