Magic Pie – Fragments Of The 5th Element

(46:11, CD, Vinyl, Download, Karisma Records, 2019)
Die norwegischen „Vielseitigkeits-Progger“ aus Moss und Frederikstad, zwei Städte südöstlich von Oslo, veröffentlichen vierzehn Jahre nach ihrem Debütwerk ‘Motions Of Desire’ ihr inzwischen fünftes Album. Ihren musikalischen Trademarks zwischen Symphonic Prog, Hard Rock und AOR bleiben sie weiterhin treu.

Das Line Up hat sich zur letzten Veröffentlichung King For A Day von 2015 ebenfalls nicht verändert:

Kim Stenberg – guitars, backing vocals, composer, producer
Eirikur Hauksson – lead vocals, comp guitar, textwriter
Eirik Hanssen – lead vocals, comp guitar
Jan T. Johannessen (JT) – drums, percussion
Lars Petter Holstad – bass guitar, backing vocals
Erling Henanger – keyboards, backing vocals

Auf ihrer aktuellen Veröffentlichung bieten Magic Pie fünf Tracks, wobei mit ‘The Hedonist’ eine klassische 23-minütige Epic mit an Bord ist.
Das Album startet mit ‘The Man Had It All“ temperamentvoll-rockig, zuweilen vertrackt und bietet gekonnte AOR-Gesänge. Da kommen schon mal Erinnerungen an Spock’s Beard oder Deep Purple.

Auch der zweite Track ‘P & C’ rockt, vermengt AOR-Gesänge und wechselt die Stimmungen. Vor allem der gekonnte jazzige Piano-Ausflug mit anschließend äußert gefühlvoll und zuweilen flink gespielter E-Gitarre wissen zu gefallen.

‘Table for Two’ ist mit vier Minuten die kürzeste Komposition auf ‘Fragments Of The 5th Element’ und nimmt verstärkt AOR-Strukturen auf, wobei zwischendurch temperamentvolle Keyboard- und E-Gitarrenläufe geboten werden.

Das achtminütige ‘Touched By An Angel’ startet als waschechte Ballade und bietet im weiteren Verlauf reichlich Pomp und Pathos. Aufgelockert wird die Ballade durch die versierte Saitenbehandlung von Mastermind Kim Stenberg, der hier sein instrumentales Können zeigen darf.

Zum goldenen Schluss gib es dann den Long Track, der von seiner kompositorischen Güte die gewünschte Abwechslung verschiedener Rhythmen und Stimmungen bietet. Zuweilen geht es bei ‘The Hedonist’ auch schon mal etwas komplexer zu Werke, die Musiker zeigen auf den Instrumentalausflügen ihre Fähigkeiten und es ertönen sogar Violinen- und Flötenklänge. Der klare Höhepunkt von „Fragments Of The 5th Element“.
Bewertung: 10/15 Punkten (WE 10, KR 12)

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