Sonar – The Bill Laswell Mix Translations

(22:03, Vinyl, Digital, 7dmedia, 2019)
Das großartige Album “Vortex” des Quartetts Sonar ist allen Liebhabern von minimalem Jazzrock sicher ein Begriff. Auch Prog-Liebhaber mit einer leichten Vorliebe für Robert Fripps Gitarrenexperimente dürften äußerst viel Gefallen an dem Sound der Band aus der Schweiz finden. Zudem wurde “Vortex” von der amerikanischen Jazz-Legende David Torn produziert, der gleichzeitig den von einigen Kritikern als etwas zu steril empfundenen Sound von Sonar mit seinem eigenen Gitarrenspiel und seinen eigenen Ideen verfeinerte. Das Ergebnis war ein faszinierendes, spannendes und vor allem fesselndes Album.

Nun wurden Teile des Albums, genauer gesagt die Songs ‘Vortex ‘ und ‘Monolith’ von Bill Laswell neu bearbeitet. Ein amerikanischer Musiker (u.a. Golden Palominos, Last Exit!, d. Schlussred.) und Produzent, der sich insbesondere mit elektronischer Musik und den daraus entstandenen Kooperationen mit u.a. Brian Eno, David Byrne, Laurie Anderson, Herbie Hancock oder Nils Petter Molvær einen Namen gemacht hat. Den Schwerpunkt legt Laswell dabei gern auf den Groove. So auch bei diesen zwei Remixen, wobei man sich keine Sorgen machen muss, dass die ursprünglichen Songs nun mit fetten Beats und hohen Snares versehen wurden. Eher ergänzt Laswell den Sound mit dezentem, aber kraftvollen Bass und einigen feinen elektronischen Spielereien, die eher in die Ambient-Schiene gehören und größten Teils die feinen Gitarrensounds von David Torn zusätzlich hervorheben.

“The Bill Laswell Mix Translations” ist eine spannende Ergänzung zum Album “Vortex”. Feine, ambientartige Soundspielereien und leichte Grooves verfeinern den komplexen, hypnotischen Sound des schweizer Quintetts.
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