Oakfarm - Too Hard For Some Too Soft Others

Blues’n’Stoner Rock
(35:59, CD, Vinyl, Digital; Pink Tank Records; 02.10.2026)
Eine gehörige Portion Seventies-Jukebox-Feeling einer abgeranzten Blueskneipe irgendwo im Nirgendwo liefern Oakfarm mit ihrem zweiten Album. Und das ist nun einmal gut so. Dem Trio aus Kiel nimmt man eben nicht ab, dass es von der Ostsee kommt, zu staubig, zu geerdet kommt der Sound, der gezielt auf Vintage gebürstet ist.
Acht gut abgehangene Bluesrocker liefert Oakfarm mit “Too Hard For Some Too Soft Others”, Bluesrocker, die seltsam vertraut wirken, wenn man seine musikalische Entwicklung in den Siebzigern verortet hat. Die Gitarren sind dreckig, Bass und Drums rumpeln, wie sie rumpeln müssen, was eigentlich die Ingredienzien sind, die Klassikbluesrocker ausmachen.
Mit ‘3000 Miles (And Nothing Gained)’ geht es straight zurück. Und das zwar nicht 3000 Meilen, sondern eher mehr als 50 Jahre, als Digital nur ein Wort aus einer fremden Welt war. ‘Lucy’ ist ein Kickass-Bluesmonster, ‘Too Soft For Some Too Hard For Others’ nimmt seinen Titel beim Wort und ‘Oakpop’ ist die Oakfarm’sche Definition von Pop, ohne jedoch Pop zu sein. Tunes wie ‘Echoes’ zeigen die balladeske Ader der Band, ‘Now & Then’ spielt dagegen auf der Klaviatur hymnisch-zurückhaltender Ekstase.
Bewertung: 10/15 Punkten
Surftipps:
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Abbildungen: Oakfarm/Bandcamp