Alex O’Toole & Simeon Bartholomew - nOOOOOOOOO.1

Alex O’Toole & Simeon Bartholomew - nOOOOOOOOO.1 (Bird’s Robe Records/MGM; 23.10.2026)

Experimental Rock
(53:23; CD, Vinyl, Digital; Bird’s Robe Records/MGM; 23.10.2026)
Supergroup? Beziehungsweise Superduo? Die beiden Protagonisten, die hier sympathisch am Lärmen sind, sind sonst in Institutionen wie Meniscus, Rocket Head, Vinddan, Captain Kickarse &; The Awesomes und Recalibrate (Alex O’Toole) sowie SEIMS, Godswounds und Kurushimi (Simeon Bartholomew) aktiv, also regelrecht beim „Who’s Who“ des australischen Undergrounds anzutreffen.

„All material on this album was improved and recorded live at Adversary Studios, St. Peters“ – was gleichzeitig als Warnung und Klarstellung zu werten ist. Wenn man die Zusatzinformationen zu den Titeln auf “nOOOOOOOOO.1” (d. h., dass hier durchaus eine Fortsetzung zu erwarten ist) richtig deutet, entstanden diese zwischen dem 29.12.2019 und dem 04.01.2020, womit sie schon eine Weile auf Halde liegen dürften.

Nun offeriert das Duo an dieser Stelle eben keinen zeitgeistaffinen Pop, womit die Konstellation Schlagzeug/Gitarre also weiterhin von Gültigkeit ist. Mit ‘5,6,7,8, Let’s Dance’ zeigen O’Toole und Bartholomew erst einmal ihre Vorlieben für Acts wie Animals As Leaders & Co. Verquere Rhythmen crossovern hier mit energischer Wucht und rockender Attitüde.

Hier wird die Chaostheorie mit musikalischen Mitteln bewiesen (‘This Is The Place’, ‘Humour Me For A Moment’), dort reichlich entspannt das Gegenteil zelebriert (‘Wide Open’, ‘Follow Lead’). Die Improvs wuchten sich hierbei schnell in Bereiche von zehn Minuten (‘Void’), und wenn man Anklänge an die eine oder andere Band der Protagonisten vernimmt (ein ‘I’m Not Even Kidding’ besitzt einen dezenten ‘Head Rush’-Meniscus-Flow), dann passiert das gewiss nicht ganz zufällig.
Bewertung: 12/15 Punkten

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Abbildungen: Alex O’Toole & Simeon Bartholomew/Bandcamp