Walkways - A Reminder

Wild Thing Records, 28.08.2026)

Modern Metal • Alternative Metal • Groove Metal • Progressive Metal
(47:43; Vinyl, CD, DVD, Blu-ray, MC, Digital; Wild Thing Records, 28.08.2026)
Schon lustig, dass sämtliche 13 Tracks – genau wie das Album selbst – mit „A Reminder“ beginnen. Ob das Konzept ist? Keine Ahnung. Aber wenn ein Album schon „A Reminder“ heißt, kann man schlecht bei Track zwei plötzlich mit ‚Z‘ um die Ecke kommen.

Musikalisch fahren Walkways auf „A Reminder“ einiges auf: Modern Metal, Alternative, Groove, Prog und zwischendurch immer wieder die leisen Töne. Und ausgerechnet die gefallen mir am besten. Der Opener ‚A Reminder‘ setzt mit Piano und zurückgenommener Atmosphäre einen schönen Bruch zur bisherigen Härte.

‚A Smile (Soul Deep)‘ hingegen bildet als warme Ballade einen bewegenden Abschluss. Blöd nur, dass beide Stücke ein wenig wie musikalische Fremdkörper wirken. Eine bessere Verschmelzung der Stile hätte dem Album gutgetan.

Auf der härteren Seite überzeugt ‚A F**k You, A Thank You‘ besonders: von Slipknot bis Devin Townsend, aggressiv, melodisch und proggy.

‚A Devil’s Mist (Fire)‘ legt noch ordentlich HevyDevy-Bombast drauf.

‚A Virus. Prove Me Wrong‘ überrascht mit rapartigen Passagen.

Und ‚Again & Again & Again‘ ist schlicht rasend und verdammt heavy. ‚A All For You‘ verbindet sehr emotionalen Gesang mit deftigen Riffs, schönen Melodien und einem geilen Refrain. ‚A Kiss On The Forehead‘ wird hymnisch und schrammt gefährlich nah an der Kitschgrenze entlang – funktioniert aber.

‚A Programmed Mistake‘ überschäumt geradezu vor negativen Gefühlen und bringt ordentlich Wut und Bitterkeit ins Spiel.

‚Autonomic Wrath‘ lässt sich über fünf Minuten Zeit, beginnt ruhig und steigert sich kontinuierlich, bis sich die Spannung in einem regelrechten Ausbruch entlädt.

Dazwischen gibt es mit ‚Abiding Stress To Unstress‘ ein Roboter-Interlude, bei ‚Alone Together‘ Piano und Streicher, und ‚Another Relapse, Another Release‘ macht einen kleinen Ausflug Richtung Noise Rock. ‚Autonomic Wrath‘ wiederum baut sich über fünf Minuten von ruhig bis zum finalen Ausbruch auf. Viel Abwechslung also, manchmal vielleicht sogar ein bisschen zu viel.

„A Reminder“ ist damit ein ambitioniertes, abwechslungsreiches Album, das seine stärksten Momente immer dann hat, wenn Härte und Gefühl tatsächlich ineinandergreifen. Ganz rund ist die Mischung noch nicht, denn die unterschiedlichen stilistischen Elemente stehen sich stellenweise eher gegenüber, als wirklich miteinander zu verschmelzen. Trotzdem steckt hier genug Wucht, Melodie und Emotion drin.
Bewertung: 10/15 Punkten



Wild Thing Records, 28.08.2026)

Besetzung:
Ran Yerushalmi – Gesang
Bar Caspi – Gitarre
Yoni Menner – Gitarre
Avihai Levy – Bass
Priel Horesh – Schlagzeug

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Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Oktober Promotion zur Verfügung gestellt.