Lorimer Burst - Ultraviolet

Post Rock
(40:52; Vinyl, Digital; Eigenveröffentlichung; 04.09.2026)
Von jeher waren Lorimer Burst unterwegs … „um fremde Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen zu suchen, mutig dorthin zu gehen, wo noch kein Mensch zuvor gewesen ist.“ So trieb es die Hannoveraner auf ihrem Debütalbum „Dispersion“ in Richtung ‚Leonids‘ sowie ‚Antares IV‘, auf dem Nachfolger „Voyages“ begab man sich mit ‚Al Paka‘ und ‚Kosmos 2543‘ weit weg ‚…from Planet Earth‘, um letztendlich mit ‚A Present From A Small Distant World‘ zurückzukommen.
Die dritte, „Ultraviolet“ betitelte Reise verschlägt Lorimer Burst mit Warp und Hyperdrive wieder in fremde Galaxien, wobei der Sound einmal mehr der entscheidende Faktor für diesen Transport ins gefühlte Nirgendwo ist. Langsam startet das Gefährt in Richtung ‚Pegasus‘, nur um dann mit ‚Galex‘ und dem zweigeteilten ‚Astralos‘ unruhig und lebhaft durch Meteoritenfelder und Sonnenstürme hindurchzugleiten. Hier nimmt die Dynamik spürbar zu, der Bass wummert eindringlich wie heiß laufende Triebwerke und die Gitarrenbreitseiten vermitteln das Gefühl, dass hier Metall auf Metall schrammt. Immerhin kann man nach dem Ausfall der Schwerkraftgeneratoren testen, wie und ob gepflegtes Headbanging in der Schwerelosigkeit funktioniert. Mit den beiden Schwergewichten ‚Habitat 67‘ und ‚Green Pea Galaxies‘ stabilisiert sich der Flug zu Letzteren weitestgehend, was sicherlich auch an der lässigen Souveränität in Sachen Post Rock dieser Tunes liegt, wobei das intensive Keyboardgedöns im Finale der Angelegenheit (gespielt von Atomizator-Bassist Dale Brighouse) noch einen speziellen Twist zum Prog hin verleiht.
Bewertung: 12/15 Punkten
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Abbildungen: Lorimer Burst/Bandcamp