hubris. - White Shores

Post Rock
(39:27; CD, Vinyl, Digital; Dutch Music Works/TuneCore; 11.09.2026)
In Tolkiens Welt beneiden die Elben die Menschen darum, sterblich zu sein. Sie bezeichnen den Tod hier gar als „Gift of Men”. Der Tod als Vorzug! Nach einem Ausflug in die griechische Philosophie geht es für die Schweizer Post-Rocker dieses Mal also nach Mittelerde und zu dessen Wundern. Vor allem geht es hier aber um den Tod – sogar Gandalf sprach in Peter Jacksons Filmtrilogie zu Pippin die Worte: „Death Is Just Another Path”. Eine Metapher, die von der Band um Gitarrist Jonathan Hohl aufgegriffen und zu einer Story verarbeitet wurde.
Die Tunes tragen dann auch die Titel ‚Death‘, ‚Is‘, ‚Just‘, ‚Another‘, ‚Path ‚‘ sowie ‚Path II‘, womit die Story, wieder rein instrumental natürlich, auch in der richtigen Reihenfolge vorgetragen wird.
The grey rain-curtain turned all to silver glass and was rolled back, and he beheld white shores and beyond them a far green country under a swift sunrise.
Frodo segelt am Ende mit nach Valinor und hubris. nehmen uns mit auf eine Reise in eben diese Gestade, wobei das fünfte Album der Schweizer seltsam unbekümmert und positiv gestimmt erscheint. Sanft tröpfeln die Gitarren, Heftigkeiten sind kaum bis überhaupt nicht erkennbar und überhaupt scheint tatsächlich alles Dunkle verschwunden zu sein … Was nicht auf die hier innewohnende Suspense zutrifft, die wieder unübertroffen ist und uns tatsächlich durch die „White Shores“ führt.
Bewertung: 11/15 Punkten
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Abbildungen: hubris./Bandcamp