Driving Mrs. Satan - Late Ever After

Driving Mrs. Satan - Late Ever AfterRock • Acoustic Rock
(31:39; CD, Digital; Liburia Records/Eigenvertrieb; 13.03.2026)
Driving Mrs. Satan ist ein schon sehr merkwürdiger Name für eine Band. Was kann man sich darunter vorstellen? Eine Band mit einer Frontfrau, die eine Halle nur mit ihrer Stimme zum Einsturz bringen kann? Oder eine der unzähligen Heavy-Metal Bands mit satanischen Texten? Weit gefehlt…..

Die Band aus Italien spielt……Coversongs. Von AC/DC, Metallica, Ozzy Osbourne, Iron Maiden, Black Sabbath. Wobei man die meisten Tracks nicht mal mehr ansatzweise erkennen kann. Naja, beinharte Fans vielleicht schon. Aber es ist dennoch schwierig. Alles akustisch, alles in einem ruhigen Rahmen, alles mit einfacher, aber betörender weiblicher Stimme. „Late Ever After“ hätte prinzipiell auch ein normales Album einer ganz normalen italienischen Band werden können. Aber wer schon mal mit ihnen in Kontakt stand, der weiß, dass die Band immer wieder Cover spielt und sich förmlich darauf spezialisiert hat. Bitte jetzt nicht entrüstet abwenden und die Band vergessen. Das wäre ein großer Fehler für jeden Musikfan. Jeder sollte sich die Zeit nehmen und hier mal durchhören. Er wird eine komplett andere Seite der sogenannten HeavyRock Szene kennenlernen.

Das Album ist mit fast ausnahmslos akustischen Instrumenten sehr gut instrumentiert. Nur selten sind eine E-Gitarre oder ein E-Bass zu hören. Dazu diese betörende weibliche Stimme. Ansonsten gibt es noch Flügelhorn, Flöte, Trompete oder Mandoline zu genießen. Das passt wunderbar und macht gemeinsam mit einer klanglich überaus überzeugenden Einspielung sehr viel Spaß.

Also hinsetzen und vergessen, dass die Originale laut und heftig klingen. Hier nicht. Sie klingen sanft und entspannt, ohne im geringsten zu langweilen.
Bewertung: 11/15 Punkten


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Abbildungen: Liburia Records/Bandcamp