Ambient Ballroom - Between The Cakes
Ambient • Chill-Out • Synth Pop • Elektronische Musik
(43:18; digital; Eigenproduktion; 07.04.2026)
Ambient Ballroom – bei dem Namen könnte man schon eine Ahnung haben, welche Art von Musik einen erwartet. Und wer steckt dahinter, vielleicht gibt das ja noch mehr Aufschluss darüber? Nun, das bleibt unklar, denn es existieren nur digitale Versionen, und der Informationsgehalt auf der entsprechenden bandcamp Seite ist ausgesprochen gering gehalten worden. Herkunftsort scheint zumindest Berlin-Köpenick zu sein, wobei Berliner Schule hier nicht das Thema ist (obwohl es durchaus kurze Passagen gibt, die daran denken lassen können). Auf der einzigen weiteren Quelle neben bandcamp wird die Musik als „Slow-Kraut with a slice of poetry“ bezeichnet, inspiriert unter anderem durch Reisen und Märchengeschichten.
Alle Titel mit Ausnahme des kurzen Outros haben eine vier bis fünfminütige Laufzeit, die meisten sind instrumental gehalten. Der Opener ‚One Day Will B Popcorn‘ (tatsächlich so geschrieben) beginnt recht bedächtig mit melodischen Synthesizerarrangements, die bisweilen leicht perkussiven Charakter haben, die Sounds ähneln dem Klang einer Marimba, während im nachfolgenden Track eine Harfe durchzuklingen scheint. Die oben erwähnte Portion Poesie ist dann auch zu finden, nämlich in dem coolen Stück ‚Nine To Five‘, einem lässigen Song mit Damengesang, der sehr gut ins Ohr geht. ‚Mopsgeschwinglichkeit‘ ist ein typisches Beispiel für die Mischung aus Ambient und Chill-Out, bei dem sich nicht nur die Mops-Fans angesprochen fühlen müssen. Und auch hier: kein Schreibfehler, es soll offensichtlich genau so heißen.
Aus Sicht des Schreiberlings gehört ‚Asymmetric String Theory‘ zu den Highlights des Albums. Dabei handelt es sich um Elektronische Musik mit leicht orchestralen Ansätzen, spannend gestaltet. Das nachfolgende ‚Little Frog On A Flying Carpet‘ ist ein beschwingtes Gute-Laune-Stück mit etwas Säuselgesang, fröhlichen Synthi Sounds gepaart mit dezenter Gitarrenbegleitung, und natürlich ist auch mal ein Frosch zu hören.
‚Blue Chips Pales‘ könnte vielleicht ein Beispiel für das sein, was man unter dem oben genannten „Slow Kraut“ verstehen könnte, während das nachfolgende ‚Mimesis Not Mimesis‘ wieder eine dezent perkussive Note mit leichten Gamelan-Anklängen hat.
Eine entspannte Mischung aus Ambient, Synth Pop und Elektronischer Musik, die gute Laune verbreitet, gelegentlich mag es auch mal zum Beispiel an Acts wie Art of Infinity erinnern.
Bewertung: 9/15 Punkten
Tracklist:
- One Day Will B Popcorn (04:46)
- The Return Of Itself (04:58)
- Nine To Five (04:48)
- Mopsgeschwinglichkeit (04:30)
- D-L-K (04:18)
- Asymmetric String Theory (04:32)
- Little Frog On A Flying Carpet (04:52)
- Blue Chips Pale (04:42)
- Mimesis Not Mimesis (04:46)
- Postludium (01:06)
Besetzung:
Keinerlei Info.
Surftipps:
• bandcamp
• Instagram
Abbildungen: Ambient Ballroom