DDENT - Feeding The Void's Luster

DDENT - Feeding The Void's Luster (Chien Noir; 24.07.2026)

Post Rock • Post Metal • Doom
(55:32; CD, Vinyl, Digital; Chien Noir; 24.07.2026)
Realisierte Louis Lambert die beiden letzten Releases „Ex Auditu I & II“ noch im Alleingang, so präsentiert er mit „Feeding The Void’s Luster“ seine Band als eben das – nämlich als Band. Das einstige Duo (Schlagzeuger Marc Le Saux war zusammen mit Lambert Gründungsmitglied) etablierte sich einst mit Post Rock allererster Güte und Suspense, der sich in gefeierten Alben wie „آكتئاب“ und „TORO“ widerspiegelte. Mit „Feeding The Void’s Luster“ und den Neuzugängen Nicolas Zivkovich (Bass, Vocals), Vincent Ghislain (Gitarre) und Alain Minot (Drums) zeigt sich die Pariser Institution dann auch zum ersten Mal mit Vocal-Tracks. Wobei das mit den „Vocals“ eben mit Vorsicht zu genießen wäre: Zivkovich, der sonst bei Les Tigres du Futur, Fiend und Krv (Letzteres auch mit Lambert) für sympathische Kurzweil sorgt, macht mit seinem fiesen Röcheln auf so richtig böse und gemein.

Der Post Rock von einst mutiert hier eindeutig zum Metal. Die Tracks, von denen der einleitende ‚Dis à la lune qu’elle vienne‘ mit seinen knapp sechs Minuten tatsächlich auch der kürzeste ist, geben sich als schwere Riffgewitter mit Doom-Faktor. In dieser Konstellation schaukeln sich ‚Longue, obscure et triste lune‘ sowie ‚Arzel‘ auf epische neun Minuten, während das schwer Headbanging-affine ‚Kohol‘ nur wenig darunter bleibt. Dann ist da noch ‚Noir taureau de douleur‘, das versöhnlich postrockend anfängt, aber spätestens mit dem Einsetzen der Vocals einen Twist in die dunklen Abgründe erfährt. Und dieser Alptraum in Schwarz währt auch noch 22 Minuten. Wenn schon Wesensveränderung, dann auch richtig!
Bewertung: 13/15 Punkten

BNsetzung:
Louis Lambert
Marc Le Saux
Nicolas Zivkovich
Vincent Ghislain
Alain Minot

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Abbildungen: DDENT/Bandcamp