The Dharma Chain - Some Kind Of Pure State
Neo Psychedelia • Indie/Alternative Pop
(40:02; Vinyl, CD, Digital; Spinda Records; 05.06.2026)
Ein Werk über Transformation, dem Sich-hingeben und der Erkenntnis, dass Erneuerung stets in greifbarer Nähe ist. Zyklen aus Verzweiflung, Überforderung und Reflexion, bevor es zur Befreiung kommen darf. Jeder Tag ist eine neue Option, Entscheidungen zu treffen, neue Wege zu gehen.
Die mittlerweile in Berlin angesiedelten The Dharma Chain kommen ursprünglich aus Australien und spielen einen gefälligen, eingängigen Sound zwischen dunklem Neo Psych, Wave und Indie/Alternative Pop. Female/Male Vocals im Wechsel oder Miteinander – dunkle Schatten, die sich permanent durch den Sound des Albums ziehen – wissen mich vom ersten Ton an anzusprechen.
Alles immer ein wenig in Noir skizziert, vibrieren die Songs mit sanfter Shoegaze-Attitüde, Dream Pop und ätherischen Wave-Phrasierungen ähnlich solcher Projekte wie The Brian Jonestown Massacre oder The Underground Youth. Ob entspanntes treibendes Midtempo oder zurückhaltender Schwebe-Groove, die Balance ist stimmig und die knapp 40 Minuten driften wie ein gut inszenierter Trip durch’s gemachte Kopfkino. Ein angenehm organisch fließender Sound (‚Red Red Red Red Red‘), jederzeit feine Arrangements im Gitarrenbereich, dazu geheimnisvolle Vocals und fertig ist die Version des modernen eingängigen Psych Pop/Rock.
Mit dem Opener ‚Inside A New‘ groovt man sich schnell ins Herz mit flüsternd mehrstimmigen Vocals, trippiger Rhythmik und gezielten Dynamik-Sequenzen. Geheimnisvolle Gitarren, nächtliche Atmosphären und diese luftig verspielten Drums machen neugierig auf mehr. Schwebend, mit sanften weiblichen Vocals und mal mahlenden, dann wieder perlenden Akkorden macht ‚Into The Night‘ ebenfalls keine Gefangenen.
Der Gesang von Sängerin Amanda gibt dem trippigen Rock eine jederzeit abgehoben-ätherische Note (‚Borderline‘) – den dunklen Ansatz fährt die Band über komplette Länge des Albums, ohne den ganz besonderen Moment zu kreieren. Downbeat, Trip Hop, trippige Psych-Klänge transportiert ein Song wie ‚Loves Confusion‘ – mit lässigem Bass und diesen typischen Desert-Akkorden, die man von Bands wie The Black Angels kennt.
Alles passt ohne Ausfälle in sich schlüssig – den Hauch von düsterem Wave und groovigem Alternative Rock bindet die Band wie selbstverständlich im Gesamtbild ein. Eine runde Angelegenheit, dieses „Some Kind Of Pure State“ für Freunde des eingängig, etwas nebulösen Psych Pop.
Bewertung: 11/15 Punkten
Besetzung:
• Amanda McGrath – vocals, guitar, synthesizer
• Benjamin Rompotis – vocals, guitar, synthesizer
• Giulia Piras – bass
• Aidan Stewart – drums
Gastmusiker:
• Enrico Semler – guitar
• Jonathan Dreyfus – piano, guitar, viola
Surftipps:
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Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Chris Breuer/Sozius PR zur Verfügung gestellt.

