Francis Of Delirium - Run, Run Pure Beauty
Indie Rock
(39:51; Vinyl, CD, Digital; Dalliance Records; 29.05.2026)
Francis Of Delirium ist eigentlich eine 1-Frau Band in Person von Jana Bahrich. Bereits als Kind war sie musikalisch begabt und lernte Banjo und French Horn spielen. Später kam dann noch die Gitarre dazu. 2020 erschien eine erste EP und jetzt mit „Run, Run Pure Beauty“ ihr zweites reguläres Album. Unterstützt wurde sie dabei vom US-Amerikaner Chris Hewett, der mittlerweile in Luxemburg lebt, dem Heimatland der Sängerin.
Jana Bahrich hat eine großartige Stimme, die derjenigen von Dolores O’Riordan, der leider bereits verstorbenen Sängerin der Cranberries, in Teilen sehr ähnelt. Sie beherrscht alle Stimmlagen, drückt enorm viel Gefühl in ihren Songs aus und behält stets die Kontrolle zwischen auch mal harter Gitarre oder treibendem Bass und Schlagzeug. Aus diesen elf Tracks könnte man ohne Problem fünf oder sechs als Single veröffentlichen, ohne den geringsten Qualitätsverlust zu erleiden. Dabei sind ihre Kompositionen keineswegs 08/15, im Gegenteil. Das Album braucht einige Umdrehungen bevor sich die ersten Tracks richtig festsetzen im Kopf. Der Wiedererkennungswert ist also relativ langsam, kommt dann aber urplötzlich mit Macht. Und wenn die Tracks erstmal sitzen, dann fällt es schwer, dieses Album nicht zu mögen. Allein diese Stimme macht süchtig…..
Je öfter ich diese Musik höre, desto mehr ziehen sich diese Vergleiche mit den Cranberries nach vorne. Ja, die Stimme ist halt prägend, aber auch die Tracks gehen in die Richtung der Angangszeit der irischen Band. Neben schnellen und am Rock orientierten Tracks wie ‚It’s A Beautiful Life‘ stehen auch langsamere Tracks wie ‚Requiem For A Dying Day‘ auf dem Menüplan. Das sorgt für viel Abwechslung und eine lange Halbwertzeit des Albums.
Francis Of Delirium dürften mit diesem Album international viel Erfolg haben. Eine große Tournee durch Deutschland, die Niederlande, Großbritannien und die USA folgt noch in diesem Jahr.
Bewertung: 11/15 Punkten
Surftipps zu Francis Of Delirium:
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Abbildungen: Francis Of Delirium/Bandcamp