Teramaze – The Silent Architect
Rock • Progressive Rock • Progressive Metal
(60:46;CD, Digital;
“God”; “I cry for the keeper to safe my live from me”; “and now the chapel is empty”; “I used to fall on my knees / pray for you”; “Enemy in the Garden”; Schlange, angebissener Apfel und eine weinende Eva im Artwork – ist dies nun also das Magnum Opus von Teramaze, ein christlich inspiriertes Konzeptwerk? Ehrlich, keine Ahnung – was zum Teil damit zu tun hat, dass zwar löblicherweise die Texte komplett abgedruckt sind, aber in einem Schriftgrad, der etwa so gut lesbar wie Ameisendurchfall auf Papier ist.
Es tauchen auf Albumlänge aber Zweifel am wirklich vollständig durchgezogenen Konzept auf. Und die üppig verwendeten biblischen Metaphern scheinen vielfach genau das zu sein – Bilder. Kein Zweifel kann eigentlich am Gebotenen bestehen: Noch selten waren Melbourne’s Finest so melodieselig unterwegs, teils so nah an intelligentem Pop. Und dennoch fühlt sich hier nichts flach an, keine Anbiederung weit und breit. Stattdessen Longtracks galore – zweimal knapp neun Minuten, das Finale ‚Left In The Fire‘ brennt gar knapp zwölf Minuten lang.
Der zehnminütige Titelsong eröffnet das Album – mutig, funktioniert aber. Leidenschaftlich bis verzweifelt geht es mit ‚Doors of Yesterday weiter…
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‚The Invisible Countdown‘ mit seiner Thematisierung von Barrikaden und Widerständen in uns selbst, zieht das Tempo wieder an.
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‘Mr. Crazy‘ scheint sich mit dem geopolitischen Wahnsinn unserer Zeiten zu beschäftigen: „Mr. Crazy, won’t you maybe / Praise the Lord?“ Und tut dies enorm catchy, beinahe mit Hitpotenzial, trotz der „harten“ Gitarren.
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Die Ballade ‚Arrow‘ hätte auch gut von Dean Wells gesungen werden können. Wurde sie aber nicht, allerdings steuert der Bandboss großartige harmony vocals bei. M.E. einer der schönsten Songs auf dem Album.
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Der Metal Track ‚Dust & Bone‘ hat ein besonders aufwändig gemachtes Video mit Budo-Sequenzen spendiert bekommen.
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Der ‚Enemy in the Garden’ sollte nach Genesis 3 https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCndenfall eigentlich Sananas in Gestalt der Schlange sein. Das Lied thematisiert aber erneut innere Feinde wie Stolz, Einsamkeit, verschwendete Lebenszeit und falsche Entscheidungen.
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„Wasting Time“ spielt erneut eine zentrale Rolle in der innigen Ballade ‚Ghost Hands‘, bevor das bereits erwähnte ‚Left in the Fire‘ ein – wieder mal – relevantes, hörenswertes Teramaze-Werk beschließt.
Bewertung: 12/15 Punkten
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Alle Abbildungen mit freundlicher Genehmigung: Teramaze/Wells Music