Moonrise - No Rewind

Moonrise – No Rewind (Island Music Studio, 14.04.2026)
Progressive Rock • Neo-Prog
(52:04; CD, Digital; Island Music Studio, Just For Kicks; 14.04.2026)
Wer bei polnischem Progressive Rock nur an Riverside oder Millenium denkt, der sollte gleichfalls Moonrise auf dem Schirm haben. Zumal gerade die beiden Letztgenannten so manche Gemeinsamkeiten aufweisen. Neben seiner Musikerkarriere mischte und masterte Moonrise-Mastermind Kamil Konieczniak in den letzten Jahren auch Werke von Ryszard Kramarski, dem Frontmann von Millenium/Framauro und dem The Ryszard Kramarski Project (TRK PROJECT)

Musikalisch kann man Moonrise zu den führenden Vertretern des polnischen, melodischen Progressive Rocks zählen. Gegründet 2008 im polnischen Klucze dürfen Moonrise bereits auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken. Besonders Anteile von Neo Prog und Symphonic Prog zeichnen die Kompositionen von Kamil Konieczniak aus. Damit aber nicht genug: Es sind die atmosphärisch, emotionalen Elemente, die auf den vergangenen Alben und auch jetzt wieder bestimmend sind. „No Rewind“ ist bereits das fünfte Studioalbum. Es setzt sich aus drei bereits auf der EP „Single Game“ veröffentlichten Titeln zusammen und wurde durch weitere fünf neue Songs ergänzt. Auch das neue Material hat den typischen Moonrise-Touch mit den atmospärisch bis geheimnisvollen Kompositionen. Die Texte stammen von Łukasz Gałęziowski alias Łukasz Gall, ebenfalls ein Millenium-Musiker. Er kleidet Themen wie Angst, Wahrheit, Manipulation sowie persönliche Erfahrungen mit Erinnerung, Verlust und Sehnsucht in seine Worte. Daraus ergeben sich immer wieder mystische, sehr atmosphärische Momente, die aber zu keinem Zeitpunkt ihre melodischen Strukturen verlieren. Die Polen bieten zwar eingängigen Progressive Rock, der am Ende aber ohne allzu viel Mainstream und Ohrwurmcharakter auskommt und durchgehend Freude bereitet.

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Zum positiven Gesamteindruck tragen auch drei der acht Songs bei, die lyrischen Gesangsparts werden durch Marcin Staszek und die Albion-Sängerin Ania Batko beigesteuert.

Das Erfolgskonzept der Polen scheint erneut aufzugehen: Den Stil im wesentlichen beibehalten und nur in Teilbereichen, wie Atmosphäre und Emotion noch nachlegen. Damit bleibt der musikalische Wiedererkennungseffekt erhalten, ohne dabei in Gefahr zu geraten in Belanglosigkeit abzugleiten. Auf beeindruckende Weise ist es Moonrise gelungen ihre musikalische Reise auf anspruchsvollem Niveau fortzusetzen.
Bewertung: 12/15 Punkten


Besetzung:
Kamil Konieczniak / Composer, Arranger, Keyboards, Guitars, Bass, Drums

Gastmusiker:
Marcin Kruczek (Mindfields, Nemezis) / Guitar
Ania Batko (Hipgnosis, Albion, tRKproject) / Lead Vocals (1,5,8), Backing Vocals
Marcin Staszek / Lead Vocals (2-4,7), Backing Vocals

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Abbildungen mit Genehmigung: Moonrise/ Island Music Studio