Monolord - Neverending


Stoner Doom Metal • Psychedelic Vintage Rock
(43:08; Vinyl, CD, Digital; Relapse Records; 29.05.2026)
Doomster, die Veteranen von Monolord are back. Massiv, slo mo, heavy und psychedelisch walzt sich auch auf „Neverending“ nach langer Album-Pause der Sound durch die Boxen. Inhaltlich weniger spirituell als zuletzt, versucht sich die Band mehr an persönlichen Themen wie Beziehung, Emotionen und erneut weiß der gnadenlos schleppende Sound seine Spuren zu hinterlassen.

Wenige sanfte, dafür aber intensiv gezeichnete leise Passagen bringen wunderbare Kontraste in den ansonsten wie immer sehr drückenden Gesamtsound der Band. Die Vocals sind bis auf harschere Growls (Jörgen Sandström-u.a. Grave) im sludgigen ‚It’s Neverending‘ eher gewohnt psychedelisch, melodiös und haben natürlich erneut eine hohe Schlagseite Richtung älterer Black Sabbath. Gerade die balladesken Momente gemahnen auf prägnante Weise an die frühen transzendenten Stilleben der Urväter des Doom.

‚You Bastard‘ ist genau in dieser benannten Kombination ein gehöriger Tritt in den Allerwertesten – richtig schöne Melodik, emotionale Vocals im Refrain treffen auf pralles Riffing in den Strophen – so muss das. Psychedelische Wah Wah Gitarren mahlen satt und wieder macht das schwedische Ensemble dahingehend keine Gefangenen. Der Genre-Fan darf sich auch mit „Neverending“ auf eine vollmundige Doom/Stoner-Abfahrt einstellen, bei der die Vocals von Sänger Thomas schon ’ne Klasse für sich sind.

‚Crystal Bridge‘ groovt massiv, lässig, breitschultrig – angenehm retrolastige 70’s-Hardrock-Vibes schwingen hier satt im Setting mit. Wenn man dann kurz mit sanften Rauchschwaden wegbeamt, Melancholie und Feeling ins Boot holt, begeistert mich das und davon hätte ich gern so viel mehr, steht diese Seite den Schweden doch so verdammt gut. Das eher kurze ‚The Masque‘ rockt zwischendrin mal ordentlich nach vorn, damit einem nicht irgendwann bei all dem Schneckentempo die Füße einzuschlafen drohen.

Es fuzzt natürlich gnadenlos satt im Gebälk, der Sound bei der Prominenz in Sachen Produktion (Sylvia Massy-u.a Tool) schadet der Band natürlich keineswegs. Um Abwechslung ist man für die Art Stoner Doom punktuell bemüht und die immer wieder sympathische Vintage-Attitüde ist eh ein Plus an Monolord. Ein erneut sehr präsentes Album der Schweden.
Bewertung: 11/15 Punkten



Besetzung:
Mika Häkki – Bass
Esben Willems – Schlagzeug
Thomas Jäger – Gesang, Gitarren

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Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Frank Van Liempd/Promotion zur Verfügung gestellt.