David Newlyn - Skeletons

Ambient • Drone
(30:53; CDr, Digital; Sound In Silence; 16.02.2026)
„Skeletons“ passt tatsächlich. Irgendwie. Denn die Soundscapes von David Newlyn präsentieren sich seziert bis auf die Knochen. Ein einsames, tröpfelndes Piano vor einer Wand aus Drones. Diese Musik schafft Räume – und braucht eben diese zur vollen Entfaltung. Mit dieser Musik könnte man ganze Alben füllen, was Newlyn dann auch freizügig realisiert (immerhin auf Sound In Silence gleich fünf!).
Im überschaubaren Rahmen – die neun ein- bis achtminütigen Kompositionen benötigen gerade einmal eine halbe Stunde Spielzeit – zelebriert der Klangästhet Musik für die Ewigkeit, die sich dann auch genau so anfühlt. Die Melodien entwickeln sich zu endlos scheinenden Möbiusbändern, ausgeschmückt mit Drones oder verhuschten Streichern, die den Soundscapes hin und wieder einen orchestralen Überbau verleihen (‚Fluctuations‘).
Diese Konstrukte könnten ewig währen, wenn der Maestro nicht diesen und wohl auch sich selbst gewisse Grenzen auferlegt hätte. So versanden diese nach und nach im Sand des Vergessens, welchen man selbst erschaffen hat. Danach bleibt eine große Stille, ein Nichts, in dem man sich tatsächlich zu verlieren scheint.
Bewertung: 9/15 Punkten
Surftipps:
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Abbildungen: David Newlyn/Bandcamp