Converge - Love Is Not Enough

Hardcore • Punk • Metalcore • Mathcore • Sludge
(31:07; Vinyl, CD, Digital; Epitaph/Indigo; 13.02.2026)
Nach „Bloodmoon I“ (2021) ziehen Converge den Stecker wieder kompromisslos zurück ins eigene System. „Love Is Not Enough“ ist das erste Album seit längerer Zeit ohne jegliche Kooperationen – keine Gäste, keine Kollaborationen, keine Außenluft. Nur die Band selbst, auf 31:07 Minuten verdichtet. Das kürzeste Converge-Album überhaupt, und entsprechend ohne jede Geduld für Umwege.
Zehn Tracks lang wird hier kein Raum verschenkt: von ‚Love Is Not Enough‘ über ‚Distract And Divide‘ bis ‚We Were Never the Same‘ arbeitet sich die Band durch Hardcore, Metalcore, Sludge und Punk als wäre alles gleichzeitig in Brand geraten. Ballou sägt, Koller eskaliert, Bannon schreit Zustände statt Texte.
Im Vergleich zum offenen, kollaborativen „Bloodmoon I“ wirkt das hier fast asketisch. Keine Atmosphäre zum Verweilen, keine Experimente – nur Druck, Geschwindigkeit und Verdichtung. Die Presseinfo liegt nicht falsch: kein Gramm Fett, dafür maximale Spannung auf engem Raum.
Textlich bleibt alles im bekannten Converge-Kosmos aus Ohnmacht, Zerfall und emotionaler Überforderung. ‚We Were Never The Same‘ setzt den bittersten Punkt, ohne Trost anzubieten.
Spannender als „Bloodmoon I“ ist das nicht – aber das war auch nicht das Ziel. „Love Is Not Enough“ ist kein Erweiterungsprojekt, sondern ein konzentrierter Schlag. Und genau so funktioniert es.
Dass mit „Hum Of Hurt“ bereits das nächste Album für 2026 angekündigt ist – die Veröffentlichung findet am 6. Juni statt – macht das Ganze zusätzlich zum Auftakt statt Abschluss.
Bewertung: 12/15 Punkten

Besetzung:
• Jacob Bannon – vocals and lyrics
• Kurt Ballou – guitars and vocals
• Nate Newton – bass and vocals
• Ben Koller – Percussion
Surftipps:
• Homepage
• Bandcamp
• YouTube
• Wikipedia
• Rezensionen, Liveberichte & Interviews
Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Starkult Promotion zur Verfügung gestellt.