Sound Of Smoke - Mirage

Psychedelic Soul Rock
(44:12; Vinyl, CD, Digital; Tonzonen Records/Cargo Records; 27.03.2026)
Sound Of Smoke haben in den zehn Jahren ihres Bestehens bereits eine ordentliche Reise hinter sich. Die Band aus Freiburg ging im Jahr 2016 aus einer Jam-Session hervor, wuchs zwischenzeitlich zum Quintett an und veröffentlichte noch im Folgejahr eine EP. Als 2018 der zweite Gitarrist die Band wieder verließ, waren Sound Of Smoke zurück in ihrer Urbesetzung und damit auch im bis heute bestehenden Line-up unterwegs. Einige Zeit später folgte der große Durchbruch mit dem Labeldeal bei Tonzonen Records und den beiden hochgelobten Alben „Tales“ (2022) und „Phases“ (2023). Der Senkrechtstart wurde von den Umständen des Lebens etwas abgebremst, und folglich erscheint zum zehnten Gründungsjubiläum nicht etwa das fünfte, sondern erst das dritte Album von Sound Of Smoke.
Nun sollte aber niemand traurig sein, denn das Warten wurde reichlich belohnt. Nicht nur führen Sound Of Smoke ihren Psychedelic Soul Rock konsequent weiter, sie haben die Zeit zwischen den Releases auch in die intensive Weiterentwicklung ihrer Musik investiert. Mit Einflüssen aus Desert Blues, Mizrahi Music, aber auch Spaghetti-Western verleihen sie dem Klangbild auf „Mirage“ ordentlich Würze. Und natürlich kommen auch Blues und Soul auf dieser Psychedelic-Rock-Platte nicht zu kurz.
Abwechslungsreicher und mit ausgereifterem Sound als je zuvor starten Sound Of Smoke ins zweite Jahrzehnt ihrer Bandgeschichte. Und eigentlich gibt es am dritten Langspieler nur zwei wirkliche Kritikpunkte: Zum einen geht der musikalische Wüstensand zu Beginn des zweiten Drittels nicht ganz so leicht runter. Und dann ist da noch die Kehrseite der vielfältigen Songs, die sich nicht ganz zu einem Puzzle zusammensetzen lassen; etwas zu durcheinandergewürfelt und nicht ganz kohäsiv kommt „Mirage“ rüber. Das ist wahrhaftig schade, da die Stücke selbst wirklich schön sind und Sound Of Smoke bekanntermaßen eine großartige Liveband sind.
Bewertung: 10/15 Punkten
Besetzung:
• Isabelle Bapté – Gesang, Flöte, Keyboards, Synthesizer
• Jens Stöver – Leadgitarre, Rhythmusgitarre, Akustikgitarre
• Florian Kiefer – Bass, Keyboards, Synthesizer
• Johannes Braunstein – Schlagzeug, Percussions
Gastmusiker:
• Johanna Marie Pfab – Geige (‚New Direction‘)
Surftipps:
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Das Promomaterial wurde uns mit freundlicher Unterstützung von Tonzonen Records zur Verfügung gestellt.