Clâm - Clâm

Atmospheric Fuzz Rock • Wave Rock • Krautrock
(33:19; Vinyl, Digital; Eigenveröffentlichung, 20.03.2026)
Sechs Songs in insgesamt überschaubarer Länge, eine sehr spezielle Frauenstimme und viel hypnotisch-eingängiger Gitarrensound wirst Du bei den Frankfurtern mit internationaler Zusammensetzung finden. Atmosphäre, Verdichtung, psychedelisches Driften und all dies in Songs mit viel Gespür für schöne Melodien.

Der insgesamt angenehm transparente Sound, das vibrierende Gitarren-Fuzz und der einfach schöne, organische Tune sind von Anfang an ein verführerisches Plus – zumal ein ebenso verspielter, gut abgemischter Bass und lässige, meist ausladende Grooves permanent zum Nicken verleiten.

Die Band hat was Unaufgeregtes, sich schnell ins Ohr Spielendes. Elektronisch-trippige Akzente, etwas dunkler Wave, Krautrock und Psych Rock und diese eigenwilligen, weiblichen Vocals, die dem leicht psychedelischen Rock eine ganz eigene Note verpassen. Der Opener tröpfelt atmosphärisch mit perlenden Trip-Rock-Gitarren, etwas Post und Space Rock ist dem Quartett nicht fremd. Schön, wie sich die Nummer nach und nach tiefer gräbt, der Gesang, die knarzenden Gitarren und die Drums eine eigene Sprache miteinander finden.

‚Home‘ ist so eine Nummer, irgendwie aus der Zeit gefallen, erinnert mich das Stück an die gute alte Zeit des Alternative Rock, als dieser noch keine Schublade in den 90s , sondern eher ein Ausdruck von Emotionalität und Kraft war. Etwas Folk Rock, Passion und was Suchendes macht ‚Borrowed‘ mit seinen akustischen Elementen und der Female Power so besonders.

‚Outside‘ oder der Abschluss ‚Lovely Time‘ sind mit dieser Art wehmütig-dunkler Wave-Rock-Attitüde benetzt, treiben rockig und leichtfüssig nach vorn. Hier wird die Stimme der amerikanischen Sängerin Michelle wieder zum Garant für Klarheit und Hingabe.

Der Groove/Sound ist einerseits klar, spielt definiert auf den Punkt und weiß doch den etwaigen Shoegaze-Schleier in zarten Fragmenten als Back Up zu nutzen. Für den Sound zwischen den Stühlen passt das Cover-Artwork hervorragend und ich verbleibe mit einer klaren Empfehlung für diese kurzweilige, sehr erfrischende Veröffentlichung.
Bewertung: 11/15 Punkten


Besetzung:
Michelle Blythe (USA) – vocals
Sven Hollmann (Germany) – guitar
Eddie Blythe (UK) – bass
Björn Giebler (Germany) – drums

Surftipps:
Homepage
Bandcamp
YouTube

Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Sozius PR zur Verfügung gestellt.