Apparat - A Hum Of Maybe

Apparat - A Hum Of Maybe (Mute/[PIAS]; 20.02.2026)
Electronica • IDM
(51:33; Vinyl, CD, Digital; Mute/[PIAS]; 20.02.2026)
Nun ist es doch schon sieben Jahre her, dass „5“ erschienen ist. Die Zeit ist nicht stehengeblieben, trotz der Stagnationen und der bleiernen Schwere dieser Jahre. Diese setzten auch Sascha Ring zu, der mit einer Schreibblockade zu kämpfen hatte und zeitweise den Bezug zu seiner Musik verlor. So wirkt „A Hum Of Maybe“, das sechste Apparat-Album, nicht nur wie eine Zäsur, ein Neuanfang, sondern vor allem wie ein Befreiungsschlag. Wunderschöne Popphrasen kollidieren auch hier wieder mit kammermusikalischem Wohlklang und klirrendem Glitch, was „A Hum Of Maybe“ zu einem teilweise bedächtig-melancholischen und teilweise auch Dancefloor-kompatiblen Album macht.

Schon ein ‚Glimmerine‘ beeindruckt mit hektischen Schlagzeugbeats und den typisch verhuscht-nachdenklichen Apparat-Vocals, ‚Lunes‘ verquickt nervöse Patterns mit flirrenden Synths, der Titeltrack selbst mit heimeliger Popattitüde. Die Musik ist dabei von solcher Leichtigkeit und Detailverliebtheit, dass zu keiner Zeit das Gefühl störender Komponenten im Soundbild aufkommt, wobei „A Hum Of Maybe“ zum sanften Flow voller soundtechnisch hochwertiger Überraschungen gerät.
Bewertung: 13/15 Punkten


Besetzung:
Sascha Ring – Vocals, Electronics, Composition
Philipp Johann Thimm – Cello, Piano, Guitar, Co-Writer, Co-Producer
Christoph “Mäckie” Hamann – Violin, Keyboard, Bass
Jörg Wähner – Drums
Christian Kohlhaas – Trombone

Gastmusiker:
KÁRYYN – Vocals on ‘Tilth’
Jan-Philipp Lorenz – Electronics on ‘Pieces, Falling’

Surftipps:
Homepage
Bandcamp
Wikipedia
Rezensionen, Liveberichte & Interviews

Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Rewika Promotion zur Verfügung gestellt.