The Eternal - Celestial EP
Dark Metal • Atmospheric Doom • Progressive Rock
(27:50; CD, Digital; Reigning Phoenix Music; 16.01.2026)
Diese melodische Doom/Dark-Metal-Band aus Australien ist bereits seit Jahren mit doch eigenwilligen Nuancen innerhalb der festgelegten düsteren Terrains unterwegs. Rockig schmissige Parts, ein manchmal orientalischer Einfluss – der mich hier und da an die Kanadier von The Tea Party erinnerte – haben stets eine sehr melodisch-atmosphärische Schlagseite und geben dem Sound von The Eternal seither diese individuelle Note.
Internationale Unterstützung von Seiten einiger Musiker aus dem Amorphis-Umfeld machen das qualitative Treiben natürlich nur noch spannender. Diese latent symphonische Seite der Finnen spielt natürlich auf dieser E.P als Einfluss mit hinein – die Songs sind schwer auf den Punkt und hinterlassen innerhalb des düsteren Metiers eine mehr als ordentliche Figur.
Nach stimmungsvollem Intro startet man mit ‚Celestial Veil‘ sehr zupackend und doomig, und diese symphonisch orchestrale Tiefe passt natürlich ohne weiteres zwischen all die relevanten Vertreter wie Swallow the Sun, Hamferd oder Amorphis. Angenehmer Klargesang bringt die ruhig gehaltenen Strophen mit feiner Dynamik-Justierung und melancholischer Melodik in den kraftvoll erhabenen Refrain, der ohne jegliche Growls agiert. Die oldschoolige Seventies-Keys-Variante im weiteren Verlauf ruft natürlich spielerisch und sympathisch den alten Amorphis-Vibe auf den Plan. Hier setzt man dann auch kurzzeitig auf hymnisch treibendes Mid Tempo.
‚It All Ends‘ ist massiver Doom Metal mit melodisch-dunklen Synths, Goth-artigen Atmosphären und ein gewisser Paradise Lost-Einfluss aus deren melodisch-sanfteren Phase weiß auch hier zu gefallen. Die emotional-klaren Vocals von Sänger Mark Kelson sind nicht erst seit diesem Release ein Qualitätsmerkmal des Projektes und über zielsichere Refrains, mehrstimmige Chöre und gut ausbalancierte Heavyness finden die Songs auf den Punkt ins Ziel.
‚Bleeding Into Light‘ schleicht ebenfalls eher langsam balladesk, heavy und atmosphärisch durch die Boxen, bäumt sich mühsam melancholisch mit schöner Melodik zu einem feinen kraftvollen Refrain auf, der dann von einem intensiven Solo hervorragend abgerundet wird. Dieser gewisse orientalische Touch in den Melodien – der bereits häufig die Vorgänger charakterisierte – durchströmt das epische ‚Casting Down Shadows‘. Spannende ausladende Chöre, etwas mystische Melodik, Amorphis-Retro-Synths und fertig ist ein weiteres gelungenes Häppchen dunkler Metal-Kunst.
‚Everlasting MMXXVI‘ beschließt mit finnisch melodischem Goth Rock diesen durchgehend starken Appetizer und somit bietet diese knappe halbe Stunde einen spannenden Vorgeschmack. Für Freunde von Paradise Lost, älteren Amorphis, Swallow The Sun und weiteren Vertretern des atmosphärisch-melodischen Doom Metal ohne derbe Growls in jedem Fall eine interessante Alternative. Bleibt spannend, wie diese Konstellation auf Album-Länge punktet.
Bewertung: 11/15 Punkten
Tracklist:
Absence Of Light (1:07)
Celestial Veil (6:03)
It All Ends (4:45)
Bleeding Into Light (5:09)
Casting Down Shadows (6:27)
Everlasting MMXXVI (4:16)
Besetzung:
• Mark Kelson – Guitar & Vocals
• Richie Poate – Guitar
• Niclas Etelävuori – Bass
• Jan Rechberger – Drums & Percussion
Surftipps:
• Homepage
• Linktree
• Bandcamp
Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von All Noir zur Verfügung gestellt.

