Purple Stone - Spacetime
Classic Rock • Neo Psychedelia • Progressive Rock
(31:41; Digital; Eigenveröffentlichung; 10.10.2025)
Diese beiden Nordschweden schweben und grooven auf ähnlich kosmische Weise wie die Landsleute von Gin Lady auf ihrem letzten Knaller-Album „Before The Dawn Of Time“. Ein butterweicher, sehr warmer und organischer Classic Rock Sound – viele flirrende kosmische Synths und ein sanft-ätherischer Gesang, der auch die Nähe zur modernen Neo Psychedelia-Sparte sehr wohlwollend mit einbindet. Mir laufen ja beide Elemente gut rein und die kurzen, melodischen Tracks springen fast mit dem ersten Take direkt auf mich drauf.
Die beiden Auftakt-Songs treiben mit offenen Armen durchs Sonnenlicht und hier sind die Deja Vus Richtung letzter Gin Lady offenkundig, während in den darauffolgenden ‚Alright‘ und ‚Get High‘ bereits viel britischer Indie/Psychedelic Pop im entspannt zurückgelehnten Groove und den funky Gitarren mitschwingt. Das ist alles sehr lässig, strahlend, optimistisch und dank des warmen und sphärischen Sounds liebevoll gebettet.
Perlende Gitarren, analog-kosmische Vintage Effekte, sanfte Psychedelia und der generell sehr friedvolle Vibe verströmen durchgehend Wohlfühl-Atmosphäre. Es ist auch hier mal wieder etwas schade, dass man dem einen oder anderen Song nicht mehr Laufzeit zugesprochen hat, bringen die Schweden doch auf ihrer zweiten Rille alles mit, was temporär nach ausufernden Song-Abfahrten schreit. Aus den jeweils instrumentalen ‚Adrift‘ und dem kurzen, nach ganz frühen The Verve klingenden ‚Late Night‘ hätte man einiges mehr rausholen können und der fast zu simple Psych Pop im Titelsong ist selbst mir dann fast zu seicht.
Die knapp 32 Minuten sind top produziert, hoch melodisch, leichtfüßig, eingängig und immer schön einen Meter über dem Boden. Sanfter Vintage Rock, moderner Psych Pop und einiges dazwischen lassen zwar noch Luft nach oben zu für Kommendes, aber grundsätzlich deutet ‚Spacetime‘ in vielen auf den Punkt gespielten Momenten einiges Potential an.
Bewertung: 10/15 Punkten
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Abbildungen: Purple Stone/Bandcamp