Sophie Tassignon – A Slender Thread
(34:02; digital; Nemu Records; 27.06.2025)
Die in Brüssel geborene und mittlerweile in Berlin lebende Sängerin Sophie Tassignon ist hier bereits mit ihrem Album „Mysteries Unfold“ vorgestellt worden. Was für das Vorgängeralbum galt, ist auch auf diesem Album wiederzufinden.
Die Künstlerin, die neben ihrer Gesangsausbildung auch am Klavier, dem Schlagzeug und an der Trompete agiert hat, liefert erneut Vokalakrobatik par excellence. Was sie mit ihrer wunderbaren Stimme kreieren kann, ist schon außergewöhnlich. Manches ist minimalistisch gehalten, dezente Ambient Spuren, aber ab und an begleiten auch Gitarre und Klavier ihre Stimme. Dabei ist sie vielsprachig unterwegs, sei es Deutsch, Englisch, Arabisch oder Russisch.
Der Opener ist eine in drei Abschnitte aufgeteilte 18-minütige Nummer mit dem Titel ‚Erbarme Dich – A Slender Thread – Molitva‘, Bach-Motiv inklusive. Damit hat man schon mehr als die Hälfte des Albums gehört, und auch die übrigen drei Songs halten das hohe Niveau, das der Opener vorgelegt hat.
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Die Mischung aus Ambient, Jazz, traditionellem Folk und World Music in Verbindung mit dieser grandiosen Stimme ist schon etwas Besonderes. Auch wenn für den Schreiberling nicht alle dieser Genres zu den üblichen Hörgewohnheiten zählen, so weiß dieses Werk dank der außergewöhnlichen Präsentation und Qualität doch zu faszinieren.
Ein sehr eigenwilliges und ausgesprochen charmantes Album!
Bewertung: 11/15 Punkten
Besetzung:
Sophie Tassignon – all voices / all electroacoustic textures / piano / drum programming
mit
Kevin Patton – guitar / distorted guitar / drum & bass programming
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Abbildungen: Sophie Tassignon