1

Magnum – The Monster Roars

Magnum - The Monster Roars (Steamhammer/SPV, 14.01.22)(69:33, CD, LP, Digital, Steamhammer/SPV, 2022)
OK. Wir reden von jemand, der bis gerade eben noch gedacht hatte, das phantastische “On A Storytellers Night” wäre das Debüt der Band gewesen. Und der seitdem den Werdegang der Band zugegeben nur am Rande verfolgt hat. Doch der stürzt sich nun voller Neugier auf das am 14. Januar erscheinende 24. Studio Album der Band. Tony Clarkin und Bob Catley sind und bleiben einfach die Konstanten in der Band. Auch wenn Rick Benton und Lee Morris seit 2017 und zwei Jahre später die deutsche Produzenten-Legende Dennis Ward hinzugekommen sind und mittlerweile ja auch schon seit vier bzw. zwei Jahren dazugehören.
Bass, Keyboard und Schlagzeug dienen der Untermalung und Begleitung der charismatischen Stimme von Bob Catley und der routinierten und unglaublich prägnanten Gitarrenarbeit von Tony Clarkin.

Das Album Artwork präsentiert sich im Vergleich zu vielen seiner Vorgänger dunkel, bedrohlich und fast schon aggressiv. Aber keine Sorge: Magnum haben auf ihre alten Tage kein Metalcore-Album veröffentlicht. Ein Song wie “Present Not The Past”, der zu Beginn fast schon etwas Lagerfeuer-Atmosphäre verbreitet, entwickelt sich zu einer mitreissenden Hymne. Da hört man förmlich die gute Laune und Freude, die die Band bei den Aufnahmen gehabt haben muss.

Ein weiteres Markenzeichen der Band ist sicherlich das langsame Aufbauen eines Songs und das behutsame Hinzufügen von weiteren Klangfarben und Stimmen, ohne aber den Song überladen klingen zu lassen. Das hört man sehr gut beim Opener und Titeltrack. Der sich von einem zunächst nur Klavier-begleiteten Song zu einer handfesten Rocknummer entwickelt.

Ein Song sticht ganz besonders hervor – und das ist “No Steppin’ Stones”. Er beginnt mit einem knackigem Bläsersatz, bevor er schnurstracks in eine swingende Funkrock-Nummer übergeht. Ob die Bläser nun aus Rick Bentons Keyboard kommen oder nicht interessiert hier auch nicht weiter. Das ist mal wirklich eine Gute-Laune Nummer!

“The Monster Roars” ist ein richtig gutes Album. Die Band spielt nach so langer Zeit so frisch und abwechslungsreich auf, dass es für den Zuhörer spannende Unterhaltung und vor allem auch ein paar Überraschungen garantiert. Magnum haben sich jetzt nicht komplett neu erfunden, aber das ist auch wohl auch etwas, was man bei dieser Band weder erwartet noch erhofft.
Bewertung: 12/15 Punkten (GI 12, HK 13, KR 12)

Surf-Tipps zu Magnum:
Homepage
Facebook Page
Facebook Group
Twitter
Spotify
Wikipedia

PS: MAGNUM live 2022 (t.b.c.): (mit Gotthard *)
18.04. Frankfurt/M., Batschkapp *
19.04. Fürth, Stadthalle *
20.04. Hannover – Capitol *
22.04. Singen, Stadthalle *
23.04. Balingen – Volksbankmesse *
24.04. Regensburg – Airport Obertraubling *
26.04. München – Tonhalle *
27.04. Köln – Carlswerk Victoria *
28.04. Stuttgart – Im Wizemann
29.04. CH-Pratteln – Z7
02.05. Hamburg – Edel Optics Arena *
03.05. Berlin – Tempodrom *
06.05. Saarbrücken – Garage *
07.05. Schwalmstadt – Die Schwalm Rockt!
08.05. Bremen – Pier II *

Abbildungen: Magnum / SPV