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Thulsa Doom – Ambition Freedom

Thulsa Doom - Ambition Freedom (Drabant/Soulfood, 12.11.21)

Abbildung: Thulsa Doom


(41:47, CD/Digital, Drabant Music/Soulfood, 2021)
Vier Jahre nach “A Keen Eye For The Obvious” melden sich Thulsa Doom mit ihren zweiten Album seit der Pause zurück. Zählt man die Ära vor 2013 mit dazu, so ist “Ambition Freedom” bereits der fünfte Langspieler der norwegischen Band. Die Gruppe besteht aus
Jacob Krovgold (Papa Doom) – Gesang,
Henning Solvang (Doom Perignon) – Gitarre und Gesang,
Ole Petter Andreassen (El Doom) – Gitarre und Gesang,
Egil Hegerberg (Angelov Doom) – Bass, Keys und Gesang, und
Halvor Winsnes (Fast Winston Doom) – Schlagzeug.

Die Künstlernamen mögen gemeinsam mit dem Bandnamen so anmuten, als sei hier tiefdunkler nordischer Endzeitmetal zu erwarten (Der Witz ist, es gab sogar wirklich mal eine italienische Heavy-Metal-Kapelle namens Thulsa Doom, d. Schlussred.). Wer jedoch die Protagonisten schon kennt oder bereits mal reingehört hat, wird wissen, dass Ähnlichkeiten mit Saint Vitus, Candlemass, Jex Thoth oder artverwandten Interpret*innen nicht zu finden sind. Was stattdessen im Vordergrund steht, sind herzlicher Humor und die im Albumtitel lesbare Freiheit.

Thulsa Doom sorgen mit viel Witz und großer Freude am Musizieren für eine sehr bewegte, ausgelassene Stimmung. So ist “Ambition Freedom” ein Album, das sämtliche Tanzbeine anspricht. Heavy Rock, Hard Rock, Classic Rock sind Begriffe, die man verwenden kann, um den Blues-geladenen, melodischen und zuweilen zackigen Klang von Thulsa Doom zu beschreiben. Dazu kommt der teilweise eigenartige Humor der Band, den sie beispielsweise in der Soul-geschwängerten Ballade ‘Parade of the Obese’ präsentieren. Nach moderneren Kategorien könnten einige der dynamischen Stücke wie ‘All the other Records’ auch unter dem Label Stoner Rock eingeordnet werden.

Beim Durchhören von “Ambition Freedom” macht sich vor allem folgende Erkenntnis breit: das ist Musik für die Bühne! Thulsa Doom überzeugen aber bereits auf ihren Studioaufnahmen durchaus humoristisch und musikalisch. Dazu trägt stark die vorher angesprochene Freiheit bei. Künstlerisch setzt sich die Band keinerlei Grenzen, und wenn doch mal eine Barriere erkennbar wird, so überschreiten sie diese mit extra viel Elan. Zweifellos ist “Ambition Freedom” ein großartiges Album. Stellt man sich dazu eine Bühne und eine ausartende Live-Performance vor, ergibt sich die Bewertung: 12/15 Punkten (RG 12, KR 12)

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