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SaaR – Gods

SaaR - Gods (Source Atone Records/Klonosphere Records, 19.11.21)

Credit: Alexandre Le Mouroux

(52:23, Vinyl/Digital, Source Atone Records/Klonosphere Records, 2021)
Da müssen wieder die Götter dafür gerade stehen, dass für sie ein Konzept von epischer Weite aufgestellt wurde. Denn für ihr Debütalbum ließen sich die Pariser nicht lumpen und bedienten sich hier bei Homers “Odyssee”, was schon ein bestätigter Ansatz ist. So verschlägt es die Band, gleich dem Protagonisten, zur ‘Bridge Of Death’, zum Fluss der Unterwelt, dem ‘Styx’ oder zum blinden Seher ‘Tiresias’, was, den Umständen entsprechend, reichlich dramatisch und Suspense-haltig in Szene gesetzt wird.

Die schon mal zehnminütigen instrumentalen Brocken mäandern sich dann zwischen Scylla und Charybdis durch eine sich aufpeitschende Meerenge harschen Postrocks, der eventuelle Gefahrensituationen mit gesteigerten Härtegraden zu meistern weiß. Derweil sich ‘Styx’ als dreiminütiges Basssolo outet, buhlt nachfolgender ‘Tiresias’ mit viel Lärm um Aufmerksamkeit, zeigen die ‘Gods’ selbst, wer es hier versteht, allem noch einmal einen drauf zu setzen und gibt es mit ‘Truth’ die Wahrheit und nichts als die Wahrheit, wobei WOLVE-Frontmann Julian Sournac aus diesem Track das einzige Nicht-Instrumental des SaaR-Debüts macht. Die Götter müssen verrückt sein…
Bewertung: 11/15 Punkten (CA 11, KR 11)

Tracklist:
1. ‘Ulysses’ (8:44)
2. ‘Journey’ (7:52)
3. ‘Bridge of Death’ (10:45)
4. ‘Styx’ (2:45)
5. ‘Tirésias’ (9:38)
6. ‘Gods’ (5:34)
7. ‘Truth’ (5:45)

Besetzung:
Yann Desti (Guitars)
Boris Patchinsky (Bass)
Alexandre Le Mouroux
(Guitars)
Julien Taubregeas (Drums)

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Abbildungen: SaaR