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Feeling of Presence – Of Lost Illusion

Feeling of Presence – Of Lost Illusion (Tonzonen/Soulfood, 06.08.21)(38:46, CD, digital, Tonzonen Records/Soulfood, 2021)
Hinter dem Projektnamen Feeling of Presence verbirgt sich der Bayreuther Multiinstrumentalist Andreas Hack, dem Fan der Progressive-Rock-Szene bestens bekannt als Keyboarder der auch hier bereits vorgestellten, sehr talentierten Band Frequency Drift.

Jetzt also solo und unter einem anderen Namen. Er spielt hier fast alles selbst ein, doch er bekommt noch Unterstützung von Frequency-Drift-Mitsteitern, nämlich Nerissa Schwarz an Mellotron und E-Harfe, sowie Wolfgang Ostermann am Schlagzeug. Auf seiner Homepage bezeichnet der Künstler seine Musik selbst als „Cinematic Post Rock“, was auch eine gute Beschreibung für die Mehrheit der Songs auf diesem interessanten Album ist.

Schon der achtminütige Auftakt ‚A Weird from Darkness‘ bestätigt diesen Post-Rock-Ansatz, weiß aber auch durch interessante Instrumentierung zu gefallen. Wobei der Einsatz der Harfe ja schon längere Zeit ein typisches Stilmittel bei Frequency Drift war. Wie hier Mellotron und Harfe, aber auch Spinettsound und E-Piano zusammen mit post-rockigen Soundbergen zusammen gemischt werden, hat schon Klasse. Im bärenstarken Titelsong wird stellenweise feinster instrumentaler Symphonic Prog geboten, auch hier wieder inklusive Mellotron. Ein sehr atmosphärischer Song, der in den Bann zu ziehen vermag.

Und so geht es fließend weiter, Schwachstellen sind nicht auszumachen. Ebenso wenig Gesangspassagen, denn es handelt sich um ein rein instrumentales Album. Es war sicherlich keine schlechte Idee, sich nicht alles selbst aufzuhalsen und die rhythmische Ausarbeitung einem Schlagzeuger zu überlassen, in diesem Falle dem langjährigen Drummer von Frequency Drift, Wolfgang Ostermann. Das kommt Songs wie ‚Hollow Innocence‘ zu Gute, die auch durch die perkussive Bearbeitung glänzen.

Wie bereits gesagt: Cinematischer Post Rock, das erwartet den Hörer. Gepaart mit Ambient und Symphonic Prog, das Ganze als reines Instrumentalalbum. Sehr gut gelungen! Ein bisschen erinnert es an die letzten Otarion-Alben des Siegeners Rainer Klein, der hier ja bereits vorgestellt wurde.
Bewertung: 11/15 Punkten (JM 11, KR 11)

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Abbildungen: Feeling of Presence