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Castaway Hounds – Come On Done

Castaway Hounds – Come On Done (Apollon Records, 25.06.2021)

Credit: Frida Andersen (Foto), Martin Lie Bø & Daniel Kristensen (Design)


(38:59, Vinyl, CD, Digital, Apollon Records, 2021)
Castaway Hounds scheinen dem ersten Eindruck nach eine dieser vielen englischen Bands zu sein, die Anfang des Jahrtausends durch die europäischen Charts schwirrten, und eine Mischung aus Indie Rock, Post Punk und Garage Rock spielten. Doch entpuppt sich das Quartett nach näher Betrachtung recht schnell als eine kontemporäre norwegische Formation aus dem Hause Apollon Music.

Die Musik des Quartetts geht zudem einen Schritt weiter als die von Bands wie Franz Ferdinand, den Kaiser Chiefs oder The Killers, denn die zehn Stücke auf “Come On Down” versprühen eine leichte Stoner-Atmophäre à la Queens Of The Stone Age und sind immer wieder von psychedelischen Versatzstücken durchzogen.

Wirklich eigenständig macht dies die Stücke der Castaway Hounds jedoch auch nicht. Zudem geht das Debütalbum der Norweger zwar schnell ins Ohr, jedoch kann es sich dort nicht dauerhaft festsetzen.

Trotzdem ist “Come On Down” ein äußerst kurzweiliges Album mit positiver Grundstimmung und jeder Menge Energie. Und gerade die leichten Reminiszenzen zu bekannten Indie-Bands der Nuller Jahre, verpackt in ihren eigenen Sound, machen das Erstlingswerk von Daniel Kristensen (Gesang & Gitarre), Eirik Albrethsen Reithaug (Gitarre),Tibor Teskeredzic (Schlagzeug) und Erik Lindøe Asplund (Bass) zu einem hörenswerten Album.

Und wenn mit dem Abschlusstrack ‘Teenage Wasteland’ dann sogar ein Stück vorhanden ist, dass einer Kooperation von Midnight Oil und Jolly entstammen könnte, dann sollte sogar das Herz des ein oder anderen Alterntive-Proggers aufgehen.
Bewertung: 9/15 Punkte

Castaway Hounds – Come On Done (Apollon Records, 25.06.2021)
Tracklist:
1. ‘Run Run Run Runner’ (3:16)
2. ‘Couldn’t Be More Fine’ (3:51)
3. ‘Loose Lips’ (3:36)
4. ‘Anything At All’ (2:53)
5. ‘Ain’t Made Of Gold’ (4:53)
6. ‘Should I Quit?’ (4:18)
7. ‘Wherever We Are’ (4:05)
8. ‘To Fly Another Day’ (4:09)
9. ‘Good Times, Anyway’ (2:08)
10. ‘Teenage Wasteland’ (5:50)

Besetzung:
Daniel Kristensen (Gesang & Gitarre)
Eirik Albrethsen Reithaug (Gitarre)
Tibor Teskeredzic (Schlagzeug & perkussion)
Erik Lindøe Asplund (Bass, Synth & Perkussion)

Gastmusiker:
Linn Nystadnes (Begleitgesang)

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Abbildungen: Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Apollon Records zur Verfügung gestellt.