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Dez Dare – Hairline Ego Trip

Dez Dare - Hairline Ego Trip (CH!MP, 18.05.21)(30:29, CD, Digital, CH!MP Records, 2021)
Nun möchte man wirklich wissen, was dieser Darren Smallman alles so raucht. In seiner Heimatstadt Coria Bay im schönen australischen Bundesstaat Victoria geht er mit Sicherheit als Hans Dampf in allen Gassen durch, spielte schon in Bands wie Battle Worldwide, Warped, The Sound Platform und The Vinyl Creatures und versuchte sich auch als Labelboss (Low Transit Industries). Mit Dez Dare erfindet sich der umtriebige Musiker zwar nicht unbedingt neu, setzt aber seiner Karriere mit Schmackes noch einen drauf. Der „Hairline Ego Trip“ klingt, als würde Iggy Pop fröhliche Urständ mit Black Sabbath feiern – sehr punkige Hymnen treffen auf psychedelische Eskapaden und schweres Monsterriffing.

Nein, Darren Smallman ist nicht von dieser Welt und lässt uns das auch wissen. Neun Tracks in dreißig Minuten zeugen von der Intention, dass nur in der Kürze die Würze liegt. ‚Dumb Dumb Dumb‘, erste Singleauskopplung und Album-Opener, klärt uns in knapp zwei Minuten auf, wo genau hier der Hammer hängt.

‚King + Queen Monstrosity‘ wälzt sich in breiigen Gitarrenfeedbacks und ‚Tractor Beam, Shitstorm‘ wirkt anfangs wie The ‚Big New Priest‘ von The Fall auf Psych (genau! Das klingt doch total nach Mark E. Smith, d. Schlussred.). Wobei gerade dieser Schlusspunkt für die hier angesetzten Maßstäbe schon epische zehn Minuten und somit ein Drittel dieses Werkes für sich beansprucht).
Bewertung: 9/15 Punkten (CA 9, KR 10)

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Abbildung: Dez Dare