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King Buffalo – Live At Freak Valley Festival

King Buffalo - Live At Freak Valley Festival (RockFreaksRecords, 11.12.21)(54:42, 2LP, Download, Rock Freaks Records/Stickman, 2020)
Wenn King-Buffalo-Schlagzeuger Scott Donaldson äußert: „Meine Lieblingsplatten waren schon immer Live-Alben. Die Live-Stimmung besitzt etwas, was es Musikern ermöglicht, die Energie der Menge anzuzapfen und dadurch die Dinge auf eine andere Ebene zu bringen. Einen meiner Lieblingsauftritte als Band zu haben, der gemixt und gemastert auf Vinyl gepresst wird, ist etwas, was ich unbedingt noch auf die Reihe bekommen muss. Ich kann es kaum erwarten, dass die Leute es hören und wieder Live-Musik fühlen“, dann muss eine Liveplatte schon etwas Besonderes für die Band sein. Und nun ist es also so weit. Donaldson kann nun beruhigt in die Gruft springen und wir sind um eine coole King Buffalo-Angelegenheit reicher. Denn die Rock Freaks vom Freak Valley Festival veröffentlichen den denkwürdigen Auftritt der Heavy Psycher aus Rochester/New York nun (only!) auf Vinyl, ach, was sage ich, auf Doppelvinyl. Immerhin haben alle “klassischen” Live-Alben (“Live and Dangerous”, “Made in Japan”, “Second’s Out”, “Strangers in the Night”, “One More From The Road”, “Waiting For Columbus” …) dieses Kaliber (oder sogar noch eins drauf, vgl. “Yessongs”, “Welcome Back My Friends to the Show That Never Ends”).

Nun haben also auch King Buffalo ihren Live-Doppeldecker als Visitenkarte. Und wo wir grade wieder einmal beeindruckt feststellen, welche Live-Qualitäten diese Band hat, sind wir auch schon mittendrin in einem respektablen Querschnitt aus ihren letzten Alben „Orion“, „Repeater“ und „Longing To Be The Mountain“ („Dead Star“ vom letzten Frühjahr war zu diesem Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht). So gibt es in unsere fast jeden Live-Feelings beraubten Zeit gehobene Liveatmo zu dementsprechend lang angesetzten Tracks wie ‚Repeater‘, ‚Eyes Of The Storm‘ oder ‚Longing To Be The Mountain‘. Wobei es King Buffalo eh nicht so recht mit Single-formatigem Krams haben und davon nur mal den schmissigen Track ‚Sun Shivers‘ zum Besten geben. In ihrem floydigen Rock’n Roll sind die Amis dann auch reichlich spektakulär, da man eben transzendente Ausschweifungen mit rockigen Ausuferungen in Einklang bringt. Und da der Klang ebenfalls in Ordnung geht, kann man sich doch gerne ein (oder zwei) Ohren Freak-Valley-Feeling gönnen.
Bewertung: 12/15 Punkten

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